Ithaca Energy Aktie: Radikaler Projekt-Stopp

Die britische Windfall-Tax drückt Ithaca Energy in die roten Zahlen und zwingt den Nordsee-Förderer, sein ambitioniertes Elektrifizierungsprojekt aufzugeben. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf kleinere Dekarbonisierungsmaßnahmen und treibt seine Kernprojekte voran.

Andreas Sommer ·
Ithaca Energy Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Stopp für vollständige Elektrifizierung des Captain-Feldes
  • Nettoverlust durch britische Energiegewinnsteuer
  • Robuste operative Ergebnisse trotz Steuerlast
  • Fokus auf Großprojekte Rosebank und Cambo

84,1 Millionen US-Dollar Verlust statt 153,1 Millionen US-Dollar Gewinn – Ithaca Energy spürt den harten Griff des britischen Fiskus. Der Nordsee-Förderer zieht nun Konsequenzen aus der steuerlichen Unsicherheit und hohen Kosten. Das Management beendet die Pläne für eine vollständige Elektrifizierung des Captain-Feldes.

Abschied von der Vollelektrifizierung

Ursprünglich wollte Ithaca die Captain-Plattform per Seekabel an das Stromnetz anbinden. Das Ziel war ambitioniert: Jährlich wollte das Unternehmen rund 100.000 Tonnen CO2 einsparen. Technische Hürden und der enorme Kapitalbedarf führten nun zum Aus des Vorhabens.

Stattdessen rücken deutlich kleinere Dekarbonisierungs-Initiativen in den Fokus. Ein Projekt zur Rückgewinnung von Fackelgas am Captain-Feld soll künftig 14.000 Tonnen Emissionen pro Jahr vermeiden. Das entspricht lediglich acht Prozent des ursprünglich geplanten Werts. Das Management begründet den Schritt mit der anhaltenden fiskalischen Unsicherheit in Großbritannien.

Steuerlast drückt Bilanz ins Minus

Der Geschäftsbericht für 2025 verdeutlicht die finanziellen Belastungen durch die britische Sondersteuer auf Energiegewinne. Der Nettoverlust von 84,1 Millionen US-Dollar resultiert primär aus einer einmaligen, nicht zahlungswirksamen Steuerbelastung in Höhe von 327,6 Millionen US-Dollar. Auslöser war die Verlängerung der Windfall-Tax bis zum Jahr 2030.

Operativ zeigt sich das Unternehmen hingegen robust. Das bereinigte EBITDAX kletterte im Vergleich zum Vorjahr von 1,4 auf 2,0 Milliarden US-Dollar. Die tägliche Produktion lag stabil bei 119.000 Barrel Öläquivalent. Diese Ertragskraft stützt die geplanten Investitionen in neue Projekte.

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Fokus auf Rosebank und Cambo

Trotz der Rückschläge beim Klimaschutz treibt Ithaca seine Kernprojekte voran. Das Rosebank-Projekt, an dem das Unternehmen 20 Prozent hält, nähert sich der ersten Förderung im Zeitraum 2026 bis 2027. Wichtige Unterwasser-Arbeiten schloss der Konzern bereits im vergangenen Jahr ab.

Ithaca reichte zudem kürzlich eine neue Umweltprüfung für das Cambo-Feld ein. Hier wird das erste Öl für Ende 2030 angestrebt. Das Unternehmen sucht derzeit nach einem neuen Partner für die Entwicklung. Eine verlässliche Regierungspolitik gilt dabei als Voraussetzung für den Erfolg.

An der Dividendenpolitik rüttelt das Management vorerst nicht. Für das Jahr 2026 plant der Konzern eine Ausschüttung zwischen 470 und 520 Millionen US-Dollar. Eine dritte Zwischendividende für 2025 wird noch im April 2026 ausgezahlt. Die Liquidität von 1,5 Milliarden US-Dollar sichert diesen Spielraum ab, doch künftige Investitionen hängen massiv von der Steuerpolitik in London ab.

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Ithaca Energy Aktie

247,20 GBP

– 0,80 GBP -0,32 %
KGV 0,00
Sektor Energie
Div.-Rendite 0,12 %
Marktkapitalisierung 4,24 Mrd. GBP
ISIN: GB00BPJHV584 WKN: A3D066

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