ITM Power Aktie: 26. Mai entscheidet über Chronos-Zuschuss
Die Aktie des Wasserstoffspezialisten erlebt Gewinnmitnahmen, während institutionelle Anleger auf die Förderentscheidung für die neue Fertigungslinie warten.

Kurz zusammengefasst
- Starke Kursgewinne locken Privatanleger zum Ausstieg
- Chronos-Förderbescheid am 26. Mai erwartet
- Neue Elektrolyseur-Generation soll Kosten senken
- Analysten uneins über weiteres Kurspotenzial
Bei ITM Power prallen zwei Sichtweisen aufeinander: Privatanleger nehmen Gewinne mit, große Anteilseigner halten durch. Der Grund liegt weniger im jüngsten Kurs als in einer Förderentscheidung. Sie könnte die nächste Wachstumsphase des Wasserstoffspezialisten absichern.
Privatanleger verkaufen in die Rally
Die Aktie hat seit Januar rund 160 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht stand zeitweise ein Plus von etwa 400 Prozent zu Buche. Nach dem Hoch bei 166,50 Pence nutzten viele Privatanleger die Bewegung zum Ausstieg.
Auf der Plattform von AJ Bell war ITM Power zuletzt der am stärksten verkaufte Wert. An einem Handelstag fiel der Kurs auf 143,30 Pence, bei rund 13,2 Millionen gehandelten Aktien. Das lag weit über dem üblichen Tagesvolumen.
Institutionelle Investoren zeigen bislang mehr Geduld. Ihr Blick richtet sich auf Chronos, die neue Fertigungslinie in Sheffield. Diese Entscheidung kann bestimmen, wie schnell ITM seine nächste Elektrolyseur-Generation ausrollt.
Chronos als Prüfstein
Die britische Subventionsaufsicht will am 26. Mai ihre Einschätzung zur Förderung vorlegen. Es geht um einen Zuschuss von 46,5 Millionen Pfund für Chronos. Bei einem positiven Votum will das Management im Juni über die finale Investition entscheiden.
Damit hängt an Chronos mehr als nur ein einzelnes Werk. ITM will die Plattform zur Basis für neue Aufträge machen. Verzögerungen würden den Zeitplan spürbar belasten.
Das gesamte Finanzierungspaket umfasst 86,5 Millionen Pfund. Darin steckt auch eine staatlich gestützte Eigenkapitalspritze über 40 Millionen Pfund von Great British Energy. Der neue Elektrolyseur soll je Einheit 2 Megawatt leisten.
Technologisch wäre das ein klarer Schritt nach vorn. Chronos soll die bisherigen Trident-Systeme deutlich übertreffen und die Kosten um 40 Prozent senken. Die Fabrik peilt bis 2028 eine Kapazität von 1 Gigawatt an.
Ein positives Signal würde ITM helfen, Verträge für Chronos abzusichern. Eine Verzögerung würde dagegen den kommerziellen Start nach hinten schieben. Kein Wunder, dass der Markt nervös reagiert.
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Humber und Analysten spalten das Bild
Neben Chronos zählt das Humber H2ub-Projekt von Uniper zu den nächsten Auslösern. Morgan Stanley erwartet für 2026 mehrere Impulse, darunter die Ergebnisse der Hydrogen Allocation Round 2. Auch eine finale Investitionsentscheidung für Humber steht im Raum.
Uniper erhielt im März die Genehmigung für die Anlage in Killingholme. ITM Power hat bereits den FEED-Vertrag und soll sechs POSEIDON-Module liefern. Das Projekt zielt auf den Betrieb ab 2029.
Die Analystenseite bleibt gespalten. Jefferies erhöhte das Kursziel von 115 auf 200 Pence. Morgan Stanley stufte die Aktie auf „Overweight“ hoch und nennt 170 Pence.
Damit setzen die optimistischeren Stimmen klar auf neue Aufträge. Morgan Stanley sieht den operativen Break-even in Reichweite, wenn ITM rund 200 Megawatt gewinnt. Für das Geschäftsjahr 2028 erwartet die Bank ein EBITDA von 13 Millionen Pfund.
UBS bleibt vorsichtiger. Die Bank hält an „Neutral“ fest und setzt das Kursziel bei 60 Pence. Sie sieht die Bewertung bereits weit vor den Fundamentaldaten.
Operativ gibt es Fortschritte, aber keine Entwarnung. Der Auftragsbestand liegt bei 152 Millionen Pfund. Der Vorsteuerverlust weitete sich im jüngsten Geschäftsjahr auf 45,4 Millionen Pfund aus.
Die Bilanz gibt dem Unternehmen Zeit. ITM hält rund 198 Millionen Pfund an Cash und hat keine Schulden. Jefferies sieht damit Spielraum bis mindestens 2028.
Das Management hat die Jahresprognose auf mehr als 40 Millionen Pfund Umsatz angehoben. CEO Dennis Schulz hat seine Vergütung an Chronos-Meilensteine geknüpft. Bis zur Entscheidung am 26. Mai bleibt die Aktie vor allem ein Urteil über Timing, Subventionen und Vertrauen.
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