ITM Power Aktie: Jefferies gegen UBS — 140-Pence-Spanne
Strategische Partnerschaft mit Worley und bevorstehende MSCI-Aufnahme treiben ITM Power. Analystenziele schwanken zwischen 60 und 200 Pence.

Kurz zusammengefasst
- Worley integriert Neptune-V-Elektrolyseur
- Analystenziele: 60 bis 200 Pence
- Rekordumsatz von 18 Millionen Pfund
- MSCI-Aufnahme am 29. Mai
Eine Aktie, die sich in zwölf Monaten vervierfacht hat — und jetzt stehen zwei marktbewegende Ereignisse unmittelbar bevor. ITM Power erlebt gerade eine der spannungsreichsten Phasen der Unternehmensgeschichte.
Worley-Deal trifft einen Nerv
Der Auslöser der jüngsten Kursrally war eine strategische Allianz mit dem Ingenieurdienstleister Worley. Dessen Kerninhalt: Worley integriert ITM Powers Neptune-V-Elektrolyseur in mittelgroße Wasserstoffprojekte aus dem eigenen Portfolio. Märkte reagierten prompt — die Aktie sprang in einer einzigen Sitzung um 16 Prozent auf 174,80 Pence, das Handelsvolumen explodierte auf das 2,7-fache des Tagesdurchschnitts.
Der Deal ergänzt ITMs eigene Projektentwicklung über die Berliner Tochter Hydropulse, die dezentrale Grüne-Wasserstoff-Anlagen baut, betreibt und über langfristige Abnahmeverträge vermarktet. Das Modell verschiebt einen Teil der Einnahmen weg von Einmalverkäufen hin zu wiederkehrenden Erlösen — strukturell attraktiver für Investoren, die Planbarkeit schätzen.
Analysten: 60 Pence oder 200 Pence
Selten klafft die Einschätzung renommierter Häuser so weit auseinander. Morgan Stanley stufte ITM Power erstmals seit 2021 in diesem Sektor positiv ein — mit „Overweight“ und einem Kursziel von 170 Pence. Die Bank prognostiziert operativen Break-even im Geschäftsjahr 2028 und einen Umsatz von 169 Millionen Pfund, was rund 54 Prozent über dem Konsens läge.
Jefferies geht noch weiter und sieht 200 Pence als fairen Wert, gestützt auf sinkende Kapitalkosten und ein günstiges politisches Umfeld. UBS hingegen bewertet die Aktie bei lediglich 60 Pence. Eine Bandbreite von 140 Pence zwischen dem pessimistischsten und optimistischsten Ziel — das ist kein Rauschen, das ist fundamentale Uneinigkeit über das Geschäftsmodell.
Solide Basis, Profitabilität noch fern
Operativ hat sich das Bild verbessert. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 erzielte ITM Power einen Rekordumsatz von 18 Millionen Pfund, der Bruttoverlust schrumpfte von 10,2 auf 6,5 Millionen Pfund. Das Auftragsbuch steht bei 152 Millionen Pfund, 71 Prozent der Verträge gelten als profitabel.
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Der Vorsteuerverlust für das Geschäftsjahr bis April 2025 weitete sich allerdings auf 45,4 Millionen Pfund aus — nach 27,1 Millionen im Vorjahr. Die Kasse hält mit knapp 198 Millionen Pfund und einem Abfluss von nur 9,2 Millionen über zwölf Monate noch gut. Jefferies schätzt die Liquidität als ausreichend bis mindestens 2028 ein.
Chronos und das Sheffield-Paket
Das strategische Herzstück ist die Chronos-Fertigungslinie in Sheffield — automatisiert, auf ein Gigawatt Jahreskapazität ausgelegt, Produktionsstart 2028. Das Management verspricht Fertigungskosten, die bis zu 40 Prozent unter dem bisherigen Trident-Design liegen.
Finanziert wird der Ausbau über ein Paket von 86,5 Millionen Pfund: 40 Millionen als Eigenkapitalinvestition von Great British Energy, dazu ein möglicher Zuschuss von 46,5 Millionen Pfund vom zuständigen Ministerium. Letzterer steht noch unter Vorbehalt — die britische Subsidy Advice Unit prüft den Staatszuschuss, eine Entscheidung wird im Juni 2026 erwartet. Ein positiver Bescheid würde den Weg für finale Verträge und den Baustart freimachen.
MSCI-Aufnahme als struktureller Rückenwind
Ein weiterer Katalysator ist terminiert: Am 29. Mai wird ITM Power in den MSCI United Kingdom Small Cap Index aufgenommen. Passive Fonds und ETFs, die diesen Index abbilden, müssen ihre Portfolios entsprechend anpassen — das erzeugt mechanischen Kaufdruck, der bei kleineren Titeln besonders spürbar ausfallen kann. Die Indexaufnahme erhöht außerdem die Sichtbarkeit bei internationalen Institutionellen, die MSCI-Indizes als Screening-Grundlage nutzen.
Bis dahin bleibt die Marke von 170 Pence der nächste technische Widerstand. Ob der Kurs ihn überwindet, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie die Subsidy Advice Unit im Juni entscheidet.
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