ITM Power Aktie: Jefferies hebt Ziel auf 200 Pence
EU-Wasserstoffförderung und angehobene Kursziele stützen ITM Power, doch operative Verluste und fehlende Aufträge bleiben Risiken.

Kurz zusammengefasst
- EU-Förderung für Wasserstoffprojekt
- Jefferies hebt Kursziel deutlich an
- Rekordumsatz, aber weiter Verluste
- Entscheidung über Chronos-Förderung im Mai
ITM Power bekommt Rückenwind aus zwei Richtungen. Europas Wasserstoffförderung zieht wieder Kapital an, und mehrere Banken drehen ihre Modelle nach oben. Der Haken: Zwischen politischer Förderung und realen Aufträgen liegt bei grünem Wasserstoff weiter eine große Lücke.
EU-Geld stärkt das Umfeld
Die European Hydrogen Bank hat MorGen Energy für Njordkraft in Esbjerg eine bedingte Förderung von 422,75 Millionen Euro zugesprochen. Das dänische Projekt gehört zu einer größeren Runde, die fast 1,1 Gigawatt Elektrolyseur-Leistung bringen soll. Über die erste Betriebsdekade sollen daraus mehr als 1,3 Millionen Tonnen Wasserstoff entstehen.
Die Auktion IF25 war stark überzeichnet. Sie schloss im Februar 2026 mit 58 Geboten über rund 8,4 Milliarden Euro.
Für ITM ist vor allem die Verbindung zu MorGen interessant. Der Sheffielder Elektrolyseur-Hersteller arbeitet bereits beim West-Wales-Hydrogen-Projekt in Milford Haven mit dem Schweizer Unternehmen zusammen. Dort soll ITMs modulare Plattform POSEIDON zum Einsatz kommen.
Für Njordkraft in Dänemark hat ITM bislang keine Rolle gemeldet. Genau deshalb ist die Nachricht kein Auftrag, sondern ein Signal: Das Partnernetzwerk sitzt näher an geförderten Projekten als noch vor wenigen Quartalen.
Analysten werden mutiger
Jefferies hat das Kursziel für ITM von 115 Pence auf 200 Pence angehoben und bleibt bei „Buy“. Die Bank verweist auf höhere Gewinnschätzungen und niedrigere Diskontsätze. Dahinter steht mehr Sichtbarkeit bei Projekten und ein freundlicheres politisches Umfeld.
Jefferies erwartet im laufenden Geschäftsjahr 41 Millionen Pfund Umsatz. Bis 2028 soll der Wert auf 71 Millionen Pfund steigen. Den Sprung in die Gewinnzone auf EBITDA-Basis sieht die Bank erst dann.
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Die Aktie hat diese Neubewertung bereits stark gespürt. Seit Jahresbeginn liegt ITM rund 160 Prozent im Plus, Ceres Power sogar etwa 230 Prozent. Kein Wunder, dass die Bewertung nun stärker geprüft wird.
Die Analysten bleiben gespalten. Morgan Stanley rechnet für das Geschäftsjahr 2028 mit 169 Millionen Pfund Umsatz, was deutlich über dem Konsens liegt. Berenberg sieht das Kursziel bei 110 Pence, UBS dagegen nur bei 60 Pence.
Wachstum kostet weiter Geld
Operativ zeigt ITM Fortschritte. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 18 Millionen Pfund. Die Jahresprognose liegt nun bei 40 bis 43 Millionen Pfund.
Auch die Qualität des Auftragsbuchs verbessert sich. Der Bestand liegt bei 152 Millionen Pfund. Rund 71 Prozent der Verträge gelten inzwischen als profitabel.
Trotzdem schreibt ITM weiter rote Zahlen. Der Vorsteuerverlust weitete sich im Geschäftsjahr bis April 2025 auf 45,4 Millionen Pfund aus, nach 27,1 Millionen Pfund im Vorjahr. Die Liquidität von rund 198 Millionen Pfund bleibt daher ein wichtiger Puffer.
Am 26. Mai folgt der nächste konkrete Test. Dann soll die britische Subventionsaufsicht ihre Einschätzung zur geplanten Förderung von 46,5 Millionen Pfund für die Chronos-Linie in Sheffield veröffentlichen. Ein positives Votum würde die Investitionsentscheidung im Juni vorbereiten; ohne Zuschuss bleibt die Rally stärker von neuen Aufträgen abhängig.
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