ITM Power Aktie: May 26 über £46,5-Millionen-Grant
Wasserstoffaktie ITM Power erlebt Kurssprung dank Analysten-Hochstufungen, während Privatanleger abstoßen.

Kurz zusammengefasst
- Starke Kursgewinne und hohes Handelsvolumen
- Jefferies und Morgan Stanley heben Kursziele an
- Privatanleger verkaufen trotz positiver Analysten
- Entscheidung über Subventionen im Mai erwartet
Starke Kursgewinne, extremes Handelsvolumen und ein tiefer Riss zwischen den Anlegerlagern prägen das Bild bei ITM Power. Während institutionelle Investoren die Aktie des Wasserstoff-Spezialisten auf Mehrjahreshochs treiben, flüchten Privatanleger in Scharen. Auf Plattformen wie AJ Bell dominierte der Wert zuletzt die Verkaufslisten. Das Handelsvolumen schoss an einem einzigen Tag um 168 Prozent über den Durchschnitt hinaus.
Auslöser für die Rallye sind prominente Hochstufungen. Jefferies hob das Kursziel auf 200 Pence an und verweist auf sinkende Kapitalkosten. Mit rund 198 Millionen Pfund an Barmitteln und ohne Schulden sei die Finanzierung bis mindestens 2028 gesichert. Morgan Stanley zieht mit einer Kaufempfehlung nach und prognostiziert künftige Umsätze weit über den Markterwartungen.
Die Großbank UBS belässt ihr Ziel hingegen bei 60 Pence und warnt vor einer massiven Überbewertung. Auch der Blick in die Bücher zeigt ein gemischtes Bild. Im ersten Geschäftshalbjahr kletterte der Umsatz zwar auf den Rekordwert von 18 Millionen Pfund. Parallel dazu weitete sich der Vorsteuerverlust auf über 45 Millionen Pfund aus.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Insidergeschäft. Technikvorstand Simon Bourne übte Altoptionen aus und verkaufte im Anschluss rund 873.000 Aktien. Das Unternehmen betonte, der Schritt diene primär der Begleichung von Steuerverbindlichkeiten.
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Entscheidung über Millionen-Subvention
Der Fokus richtet sich nun auf den 26. Mai. An diesem Tag veröffentlicht die britische Subventionsberatungsstelle ihren Bericht über einen geplanten staatlichen Zuschuss von 46,5 Millionen Pfund. Die Mittel sollen den Ausbau des Werks in Sheffield finanzieren. Das dort angesiedelte „Chronos“-Programm zielt auf eine jährliche Fertigungskapazität von einem Gigawatt ab. Die neuen Elektrolyseure sollen deutlich mehr Leistung bringen, weniger Platz beanspruchen und günstiger in der Herstellung sein.
Rüstung als zweites Standbein
Abseits des zivilen Wasserstoffmarktes baut ITM Power eine strategische Nische auf. Gemeinsam mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall entwickelt das Unternehmen dezentrale Anlagen für synthetische Kraftstoffe. Diese E-Fuels sollen künftig NATO-Streitkräfte versorgen, da eine direkte Elektrifizierung für militärische Zwecke oft unpraktisch ist.
Die Weichen für die weitere Expansion stellen sich in den kommenden Wochen. Fällt das Subventionsurteil Ende Mai positiv aus, plant das Management im Juni die endgültige Investitionsentscheidung für die neue Fabrik. Hinzu kommen ausstehende Beschlüsse zur zweiten britischen Wasserstoff-Vergaberunde sowie zum 120-Megawatt-Projekt von Uniper am Humber.
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