JD.com verfolgt derzeit eine ambitionierte Doppelstrategie, um sowohl international als auch im chinesischen Heimatmarkt neue Wachstumsimpulse zu setzen. Mit einer weitreichenden DHL-Partnerschaft für den europäischen Markt und massiven Subventionen im Inland geht der E-Commerce-Riese in die Offensive. Kann diese Neuausrichtung die Skepsis der Anleger vertreiben?
Kooperation mit der DHL Group
Am 26. Februar 2026 besiegelten JD.com und die DHL Group eine strategische Partnerschaft. Ziel der Vereinbarung ist es, deutschen Marken den Zugang zum chinesischen Markt zu erleichtern und gleichzeitig die Präsenz von JD.com in Europa zu stärken. Über die Plattform „Jingdong Cross-border“ erhalten deutsche Unternehmen Zugriff auf ein Netzwerk von über 700 Millionen Konsumenten, ohne selbst physisch in China präsent sein zu müssen.
Im Gegenzug nutzt JD.com die logistische Infrastruktur von DHL, um seine eigene europäische Handelsplattform „Joybuy“ voranzutreiben. Der offizielle Start von Joybuy ist für März 2026 in Ländern wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden geplant. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch den bereits angelaufenen Express-Lieferdienst „JoyExpress“.
Milliarden-Subventionen im Heimatmarkt
Parallel zur globalen Expansion verschärft JD.com den Wettbewerb im chinesischen Lebensmitteleinzelhandel. Das Unternehmen hat offiziell den Kanal „Billion-Subsidy Supermarket“ in seiner App gestartet. In den kommenden drei Jahren sollen über 20 Milliarden RMB (rund 2,8 Milliarden US-Dollar) in Produktsubventionen fließen.
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Mit dieser Maßnahme reagiert JD.com auf den hohen Konkurrenzdruck durch Rivalen wie Alibaba und Meituan. Ziel ist es, den Partnerbrands zusätzliche Umsätze in Höhe von 200 Milliarden RMB zu ermöglichen. Dass dieser Sektor Potenzial bietet, zeigten bereits die Zahlen für das Jahr 2025: Hier verzeichnete die Supermarkt-Sparte von JD.com ein Wachstum bei aktiven Käufern und Bestellungen von über 20 Prozent.
Fokus auf die kommenden Quartalszahlen
Trotz der strategischen Vorstöße bleibt die Lage an der Börse angespannt. Die Aktie markierte am Freitag bei 22,65 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von rund zehn Prozent. Offensichtlich warten Marktteilnehmer auf handfeste Beweise, dass die hohen Investitionen die Margen nicht übermäßig belasten.
Substanzielle Antworten darauf werden für Donnerstag, den 5. März 2026, erwartet. An diesem Tag veröffentlicht JD.com vor der US-Börseneröffnung die Finanzergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025. Das Management wird die Zahlen im Rahmen einer anschließenden Telefonkonferenz erläutern und voraussichtlich weitere Details zur Umsetzung der Expansionspläne bekannt geben.
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