JD.com steht derzeit an einem entscheidenden Wendepunkt. Während der chinesische E-Commerce-Riese massiv in seine europäische Logistik investiert, zeigen sich institutionelle Anleger uneinig über die kurzfristigen Aussichten. Die hohen Expansionskosten drücken den Kurs auf ein Niveau, das manch ein Investor bereits als attraktive Einstiegschance begreift.
Expansion belastet kurzfristig
Der Fokus des Konzerns liegt aktuell auf dem Projekt „JoyExpress“. Mit diesem eigenen Express-Liefernetzwerk bereitet JD.com den großflächigen Start seiner Handelsplattform Joybuy in Europa vor. Ziel ist es, durch Lieferungen am selben oder nächsten Tag die volle Kontrolle über das Kundenerlebnis zu behalten und sich von Drittanbietern unabhängiger zu machen.
Diese Infrastruktur-Investitionen erfolgen auch mit Blick auf kommende, strengere EU-Importregeln. Doch der Aufbau kostet Geld und drückt vorerst auf die Margen, was am Markt für Zurückhaltung sorgt. Da sich die Strategie noch in der Testphase befindet, müssen Anleger zunächst die Anlaufverluste in Kauf nehmen, bevor die geplante Markteinführung im März 2026 Früchte tragen kann.
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Gespaltenes Bild bei Großanlegern
In den Portfolios der großen Hedgefonds herrscht derzeit Uneinigkeit. Während prominente Investoren wie David Tepper ihre Positionen zuletzt verringerten, bauten andere Institutionen ihre Anteile deutlich aus. Technisch bleibt die Lage herausfordernd: Die Aktie notiert mit aktuell 23,40 Euro weiterhin unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 27,02 Euro.
Kann die extrem niedrige Bewertung den Boden nun festigen? Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9,3 handelt das Papier nahe einem Zehnjahrestief. Dies steht im starken Kontrast zu den deutlich höheren Kurszielen vieler Analysten, die den fairen Wert der Aktie oft weit über dem aktuellen Niveau ansiedeln.
Fazit
Die kommenden Wochen werden für JD.com zur Belastungsprobe. Am 5. März 2026 präsentiert das Unternehmen seine nächsten Quartalszahlen, die zeigen werden, wie stark die Europa-Offensive die Bilanz tatsächlich belastet. Anleger achten nun darauf, ob die Marke beim jüngsten 52-Wochen-Tief von 22,90 Euro verteidigt werden kann oder ob der Verkaufsdruck vor den Zahlen weiter zunimmt.
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