Jenoptik Aktie: BlackRock steigt aus?
Jenoptik hob die EBITDA-Margenprognose für 2026 auf rund 22 Prozent an; die Umsatzwachstumserwartung blieb unverändert.

Kurz zusammengefasst
- BlackRock-Anteil fällt auf 5,38 Prozent
- Jenoptik-Aktie verliert heute 8,7 Prozent
- IG Metall verlangt fünf Prozent mehr Entgelt
- Jenoptik Baltic erhält Auftrag für Kameranetz-Ausbau
Jenoptik hat gestern eine Stimmrechtsmitteilung von BlackRock veröffentlicht: Der Gesamtanteil aus Stimmrechten und Finanzinstrumenten sank auf 5,38 % nach zuvor 5,47 %. Die Schwellenberührung erfolgte am 29. Oktober. Die Jenoptik-Aktie verliert heute 8,7%.
Stimmrechte und Tarifrunde
Laut der Pflichtmitteilung entfielen auf BlackRock 5,35 % der Stimmrechte und 0,03 % auf Finanzinstrumente. Die Veröffentlichung erfolgte gemäß § 40 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes.
Daneben stehen bei Jenoptik Tarifaktionen an. Medienberichten zufolge sollten Beschäftigte des Unternehmens sowie von Zeiss und Jena-Optronik heute ab 8.45 Uhr für drei Stunden die Arbeit niederlegen. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Arbeitgeberverband VMET begründet sein Angebot mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Branche.
Bereits gestern berichtete die IG Metall über eine „Aktive Mittagspause“ der Jenoptik-Beschäftigten in Dresden im Rahmen der Tarifrunde. Der Jenoptik-Betriebsratsvorsitzende verwies dabei auf eine gute Auftrags- und Umsatzsituation.
Geschäftszahlen stehen bevor
Vor rund zwei Wochen hatte Jenoptik nach vorläufigen Zahlen für die ersten neun Monate 2026 die Prognose für die EBITDA-Marge angehoben. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen rund 22 %, nachdem es zuvor 20 bis 21 % angepeilt hatte.
Die Umsatzwachstumsprognose ließ Jenoptik unverändert bei 5 bis 9 %. Die vollständige Quartalsmitteilung für Januar bis September 2026 ist für den 10.11.2026 angekündigt.
Zum operativen Geschäft gehört zudem ein Auftrag für Jenoptik Baltic: Das Unternehmen erhielt den Zuschlag zur Erweiterung des litauischen „Via Toll“-Kontrollnetzes mit mehr als 200 Kennzeichenerfassungskameras.
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