JinkoSolar Aktie: 500 Megawatt Aufträge in Europa
JinkoSolar expandiert in Europa mit Großaufträgen und Speichergeschäft, während der Aktienkurs weiter unter Druck bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Neue Lieferverträge über 500 Megawatt
- Einstieg in osteuropäischen Speichermarkt
- Umsatz verfehlt Analystenerwartungen
- Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 40 Prozent
JinkoSolar drückt in Europa massiv aufs Tempo. Der Solarkonzern meldet neue Lieferverträge über fast 500 Megawatt und einen Einstieg in den osteuropäischen Speichermarkt. Diese operative Offensive steht im scharfen Kontrast zum schwächelnden Aktienkurs.
Großprojekte in Griechenland und Italien
Das Unternehmen liefert in Griechenland Module für eine Gesamtkapazität von 282 Megawatt. Die verbaute Technik erreicht eine bestätigte Effizienz von 24,8 Prozent. Diese Paneele spielen ihre Stärken vor allem in anspruchsvollem Gelände aus.
Parallel dazu baut JinkoSolar seine Präsenz in Süditalien aus. Ein Investor bestellte bifaziale Module für 200 Megawatt Leistung. Die Paneele liefern bis zu 670 Watt pro Stück. Ein hoher Reflexionsfaktor steigert den Energieertrag in sonnenreichen Gebieten zusätzlich.
Einstieg in den Speichermarkt
Der Konzern wandelt sich vom reinen Modulbauer zum Systemanbieter. In Osteuropa unterzeichnete die Speichersparte einen Portfolio-Vertrag über 400 Megawattstunden Kapazität. Diese Batterielösungen sollen künftig die Stromnetze in der Region flexibler machen.
Indes blicken Großinvestoren wie SG Americas Securities vorsichtiger auf das Unternehmen. Die Gesellschaft reduzierte ihre Beteiligung im ersten Quartal um über 46 Prozent. Aktuell hält sie noch rund 104.000 Anteile an dem Konzern.
Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück
Beim Umsatz enttäuschte JinkoSolar zuletzt. Er lag mit 1,78 Milliarden US-Dollar unter den erwarteten zwei Milliarden. Der Verlust je Aktie betrug 1,52 US-Dollar. Damit fiel das Ergebnis immerhin besser aus als die Prognosen der Analysten.
Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem Minus von 1,35 Prozent auf 14,62 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 39 Prozent an Wert verloren. Damit notiert der Titel nur noch knapp über seinem Jahrestief.
Am 9. Juli schüttet der Konzern eine Dividende von 1,50 US-Dollar aus. Anleger achten nun darauf, ob die neuen Aufträge die Margen nachhaltig stabilisieren. Die Expansion in Europa bleibt dafür der wichtigste Baustein.
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