Johnson & Johnson Aktie: Psoriasis-Zulassung im Rücken!
Britische Behörden erlaubten Icotyde gegen Plaque-Psoriasis; Studienberichte zeigen Ansprechraten und geringere Rückfallrisiken bei Krebs.

Kurz zusammengefasst
- Icotyde in Großbritannien zugelassen
- 75 Prozent Tumoransprechen bei JNJ-6143
- RYBREVANT-Kombination erzielt 77 Prozent Ansprechrate
- ERLEADA senkt Rückfall- und Todesrisiko
Johnson & Johnson hat Reuters zufolge am Freitag die britische Zulassung für Icotyde mit dem Wirkstoff Icotrokinra erhalten. Die Arzneimittelbehörde genehmigte das Präparat zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Die Zulassung umfasst Erwachsene sowie Jugendliche ab zwölf Jahren, die mindestens 40 Kilogramm wiegen.
Neue Ergebnisse aus der Krebsforschung
Gestern veröffentlichte Johnson & Johnson außerdem frühe Studiendaten zum Prüfpräparat JNJ-6143 gegen Prostatakrebs. Nach Unternehmensangaben zeigten 75% der Patienten mit messbarer Erkrankung ein bestätigtes vollständiges oder teilweises Tumoransprechen. Die Auswertung dieser Phase-1-Studie umfasste 16 Patienten mit messbarer Erkrankung.
Bei einer Dosis von 50 Milligramm erreichten nach Angaben des Unternehmens 77% eine bestätigte PSA-Senkung. Diese betrug jeweils mindestens 50%.
Ebenfalls gestern meldete Johnson & Johnson Ergebnisse der Phase-1b/2-Studie OrigAMI-4 bei Kopf-Hals-Krebs. Die untersuchte Kombination aus dem Prüfpräparat RYBREVANT FASPRO, einem PD-1-Hemmer und Chemotherapie erreichte in der berichteten Patientengruppe eine bestätigte Gesamtansprechrate von 77%. Nach Einschätzung des Unternehmens stützen die Ergebnisse die laufende Prüfung in Phase 3.
Bereits am Samstag hatte Johnson & Johnson Ergebnisse einer Teilstudie der Phase-3-Untersuchung PROTEUS vorgelegt. Bei Hochrisiko-Prostatakrebs senkte ERLEADA zusammen mit einer Androgendeprivationstherapie rund um die Operation das Risiko eines Rückfalls oder Todes um 62% gegenüber einer alleinigen Operation. Das Unternehmen berichtete zudem ein um 51% geringeres Risiko für Metastasen oder Tod.
Die Veröffentlichungen begleiten die am Freitag angekündigten Pläne des Unternehmens für den ESMO-Kongress 2026. Johnson & Johnson will dort mehr als 25 wissenschaftliche Kurzbeiträge aus seinem Portfolio und seiner Entwicklungspipeline zu soliden Tumoren präsentieren. Die angekündigten Daten betreffen Prostata-, Kopf-Hals-, Lungen-, Darm- und Blasenkrebs.
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