Johnson & Johnson Aktie: Tempo für Krebsmittel
Die FDA prüft J&Js Krebsmittel RYBREVANT FASPRO beschleunigt für eine neue Indikation bei Kopf-Hals-Tumoren.

Kurz zusammengefasst
- FDA gewährt Priority Review für J&J
- Neue Indikation bei Kopf-Hals-Krebs
- Studie zeigt 42 Prozent Ansprechrate
- Talkum-Streit mit Milliardenvergleich beigelegt
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat einem Zulassungsantrag von Johnson & Johnson den Sonderstatus „Priority Review“ verliehen. Konkret geht es um eine Erweiterung für RYBREVANT FASPRO, ein bereits zugelassenes Krebsmedikament, das nun auch bei rezidivierendem oder metastasiertem Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom eingesetzt werden soll. Für Patienten mit dieser Krebsform verspricht das neue Hoffnung — bislang liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei gerade einmal 15 Prozent.
Studiendaten stützen den Antrag
Grundlage für die beschleunigte Prüfung sind Ergebnisse der Phase-1b/2-Studie OrigAMI-4. Darin erreichten 42 Prozent der Patienten ein Ansprechen auf die Monotherapie, ein Drittel davon sogar eine komplette Remission. Der Wirkstoff amivantamab zielt gleichzeitig auf die Rezeptoren EGFR und MET — eine Kombination, die laut Unternehmen bislang kein anderes Präparat in dieser Indikation bietet. Die Priority Review verkürzt die reguläre FDA-Prüfzeit auf etwa sechs Monate.
RYBREVANT FASPRO ist bereits in mehr als 40 Ländern zugelassen, darunter die USA, Europa und Japan — allerdings bislang nur zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Die US-Zulassung für diese Indikation erhielt das Präparat im Dezember 2025. Die subkutane Verabreichungsform gilt als Vorteil gegenüber der intravenösen Variante RYBREVANT, da sie Behandlungszeit und Belastung für Patienten reduziert.
An der Börse reagierten Anleger im gestrigen Handel zunächst verhalten, die Aktie gab am Nachmittag rund 2,5 Prozent nach. Ein direkter Zusammenhang mit der FDA-Meldung lässt sich daraus nicht ableiten — Kursbewegungen dieser Größenordnung sind für den Gesundheitskonzern keine Seltenheit.
Talkum-Streit nähert sich einem Ende
Parallel zur Onkologie-Nachricht meldete sich der Konzern auch im langjährigen Rechtsstreit um angeblich krebserregendes Babypuder zu Wort. Johnson & Johnson einigte sich auf einen milliardenschweren Vergleich, nachdem der Verkauf des Talkum-Produkts in den USA bereits 2020 eingestellt worden war. An der grundsätzlichen Position hält der Konzern fest: Ein Zusammenhang zwischen den Produkten und Eierstockkrebs wird weiterhin bestritten.
Für die Onkologie-Sparte bleibt der Blick nach vorn gerichtet. Eine Entscheidung der FDA zur neuen Indikation wird binnen der kommenden rund sechs Monate erwartet — sollte die Zulassung erfolgen, würde RYBREVANT FASPRO zur ersten zielgerichteten subkutanen Therapie für diese Form von Kopf-Hals-Krebs.
Johnson & Johnson-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Johnson & Johnson-Analyse vom 1. August liefert die Antwort:
Die neusten Johnson & Johnson-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Johnson & Johnson-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Johnson & Johnson: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...