Der US-Pharmariese Johnson & Johnson treibt seine Expansion mit Milliardeninvestitionen voran, doch ein Konkurrent sorgt für juristischen Gegenwind. Ausgerechnet der deutsche Bayer-Konzern hat in New York Klage eingereicht und wirft den Amerikanern irreführende Werbung bei einem wichtigen Krebsmedikament vor. Während die Pipeline operative Erfolge liefert, droht nun eine Auseinandersetzung um die Deutungshoheit klinischer Daten.
Vorwürfe der Täuschung
Im Zentrum des Konflikts steht das Prostatakrebs-Medikament Erleada. Bayer argumentiert in der beim US-Bezirksgericht eingereichten Klage, dass Johnson & Johnson und dessen Tochterfirma Janssen Biotech die Überlegenheit ihres Produkts gegenüber dem Bayer-Konkurrenzmittel Nubeqa falsch dargestellt hätten.
Die Leverkusener bezeichnen die von Johnson & Johnson genutzte Datenanalyse als methodisch schwer fehlerhaft. Der Vorwurf wiegt schwer: Durch eine verzerrte Auswahl von Studiendaten („Selection Bias“) sei ein falscher Eindruck der Wirksamkeit erweckt worden, was gegen das US-Markenrecht und Bestimmungen gegen unlauteren Wettbewerb verstoße.
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Milliarden-Investition und Studienerfolge
Die juristische Attacke trifft Johnson & Johnson in einer Phase operativer Stärke. Das Unternehmen kündigte fast zeitgleich eine Investition von über einer Milliarde Dollar in eine neue Produktionsstätte für Zelltherapien im US-Bundesstaat Pennsylvania an, durch die über 500 Arbeitsplätze entstehen sollen.
Auch klinisch konnte der Konzern im Februar punkten. Neue Langzeitdaten für das Medikament Tremfya zeigten bei der Behandlung von Colitis ulcerosa eine anhaltende Remission über drei Jahre. Zudem lieferte das Krebsmittel Rybrevant vielversprechende Ergebnisse bei Kopf- und Halskrebs, was die Zuversicht in die Forschungspipeline untermauert.
Anleger bleiben ruhig
Der Markt reagierte bisher gelassen auf die Nachricht der Klageeinreichung vom 23. Februar. Die Aktie notiert aktuell bei rund 207,85 Euro und hält sich damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 209,70 Euro. Mit einem Kursplus von über 17 Prozent seit Jahresanfang honorieren Investoren bislang vorrangig die strategischen Fortschritte und die stabilen klinischen Daten, während der Ausgang des Rechtsstreits mit Bayer vorerst als Hintergrundrauschen gewertet wird.
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