Jungheinrich Aktie: Mixvill beauftragt Logistikzentrum Debrecen
Mixvill beauftragt ein Kleinteilelager mit mehr als 60.000 Behälterplätzen; die Aktie steht unter Druck.

Kurz zusammengefasst
- Neues Lagerprojekt in Debrecen vergeben
- Mehr als 60.000 Behälterplätze vorgesehen
- Anlage soll Ende 2027 starten
- Bank of America senkte Kursziel auf 21 Euro
Der Hamburger Intralogistikkonzern Jungheinrich treibt den Ausbau seines Automatisierungssegments voran. Das ungarische Elektrogroßhandelsunternehmen Mixvill Villamossági Kereskedőház hat Jungheinrich mit der Errichtung eines neuen Logistikzentrums in Debrecen beauftragt. Geplant ist der Bau eines automatischen Kleinteilelagers mit mehr als 60.000 Behälterplätzen. Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage ist für Ende 2027 avisiert.
Das Projekt in Ungarn reiht sich in eine Reihe jüngster Initiativen im Bereich automatisierter Lagerlösungen ein. Erst Anfang des Monats startete das Unternehmen den offiziellen Verkauf des autonomen mobilen Roboters EAC 212a für automatisierte Palettentransporte, für den nach Unternehmensangaben bereits im Vorfeld reges Interesse herrschte.
Zudem übergab Jungheinrich am Flughafen Leipzig/Halle ein Logistikzentrum an Deutsche Aircraft, bei dem das Kompaktlagersystem PowerCube mit über 6.500 Behälterstellplätzen mit einem automatisierten Schmalganglager kombiniert wurde.
Getrübte Marktstimmung bremst Aktienkurs
Trotz des kontinuierlichen Auftragseingangs im Projektbereich spiegelt die Börsenbewertung die anhaltenden Branchensorgen wider. Im heutigen Handel gibt die Aktie um 1,3 Prozent nach und steht bei 21,08 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus auf 40 Prozent.
Analysten verweisen auf konjunkturellen Gegenwind
Am 8. Oktober hatte die Bank of America den Titel auf „Underperform“ abgestuft und das Kursziel drastisch von 35 auf 21 Euro gesenkt. Laut der Nachrichtenagentur dpa-AFX begründete Analyst Tore Fangmann den Schritt mit einer ausbleibenden kurzfristigen Markterholung, anhaltend hohen Zinsen, der Inflation sowie der zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Anbieter.
Während neue Systemaufträge mittelfristig die Auslastung stützen, bestimmen konjunkturelle Bremsspuren und Kostendruck vorerst das Marktumfeld.
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