Kaffeepreis: 71,4 Millionen Säcke aus Brasilien 2026/27

Starker brasilianischer Real und die Blockade der Straße von Hormus treiben die Kaffeepreise. Eine Rekordernte in Brasilien könnte den Aufwärtstrend jedoch bremsen.

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Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Brasilianischer Real auf Zweijahreshoch
  • Geopolitische Spannungen belasten den Markt
  • Rekordernte in Brasilien erwartet
  • Vietnam steigert Exportvolumen deutlich

Brasilianische Kaffeebauern halten ihre Ware zurück. Der Grund ist der starke Real. Er verteuert Exporte und stützt so die Weltmarktpreise für Arabica und Robusta.

Währungseffekte und Blockaden

Der brasilianische Real kletterte auf ein Hoch von über zwei Jahren. In der Folge veränderte sich der Exportdruck aus dem wichtigsten Anbauland der Welt. Wenn die heimische Währung aufwertet, halten Erzeuger ihre Bestände oft zurück. Das verknappt das Angebot am Terminmarkt.

Parallel dazu belastet die Geopolitik die Stimmung. Die Sperrung der Straße von Hormus sorgt für Unsicherheit. Händler fürchten steigende Energiekosten und gestörte Lieferketten. Historisch niedrige Lagerbestände verstärken diese Nervosität. Der Markt reagiert empfindlich auf kleinste Störungen.

Rekordernte bremst Aufwärtstrend

Dem Preissprung steht eine massive Erwartung gegenüber. Brasilien steuert für die Saison 2026/27 auf eine Rekordernte zu. Experten rechnen mit 71,4 Millionen Säcken Kaffee. Diese Menge könnte das Angebot langfristig deutlich erhöhen.

In Vietnam zeigt sich ein ähnliches Bild der Erholung. Die Inlandspreise stabilisierten sich bei etwa 86.100 VND/kg. Das Land steigerte sein Exportvolumen im laufenden Jahr deutlich.

Bis April lieferte Vietnam insgesamt 810.000 Tonnen Kaffee aus. Das entspricht einem Plus von fast 16 Prozent. Trotz dieser Mengen sank der Gesamtwert der Exporte um sieben Prozent auf 3,69 Milliarden USD. Die Preisdynamik am Weltmarkt belastete hier die Bilanz.

Die kommenden Wochen entscheiden über den weiteren Trend. Marktteilnehmer beobachten nun genau, wie schnell die Ernte in Brasilien voranschreitet. Die Logistikkosten im Nahen Osten bleiben ein Risikofaktor für den Agrarsektor.

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