Keel Aktie: 197 Millionen Bitcoin bis Jahresende weg
Keel verkauft alle Bitcoin-Bestände bis Jahresende und fokussiert sich vollständig auf KI-Rechenzentren.

Kurz zusammengefasst
- Kompletter Ausstieg aus Krypto-Mining
- Verkauf aller Bitcoin-Reserven geplant
- Neuer Fokus auf KI-Rechenzentren
- Aktie reagiert mit starken Kursschwankungen
Keel zieht einen harten Schlussstrich unter seine Vergangenheit. Das Krypto-Mining weicht endgültig dem Boom-Thema Künstliche Intelligenz. Bis Jahresende will das Management sämtliche Bitcoin-Bestände abverkaufen. Die Folge: ein massiver Umbau der Bilanz.
Finanzchef Jonathan Mir nannte auf einer Investorenkonferenz ein klares Ziel. Das Unternehmen liquidiert seine Krypto-Positionen vollständig. Bislang war dieser Ausstieg nur eine vage Absicht. Jetzt gibt es einen festen Zeitplan.
Im ersten Quartal hielt Keel noch ungebundene Bitcoins im Wert von rund 197 Millionen US-Dollar. Zwischen Januar und Mai verkaufte das Unternehmen bereits Teile davon. Der Rest folgt nun schrittweise. Das reduziert die Schwankungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enorm. Bisher schlugen Preisänderungen der Kryptowährung direkt auf das Ergebnis durch.
Der Fokus rückt auf Rechenzentren für High-Performance-Computing und KI. Keel will seine bestehenden Stromkapazitäten für diese neuen Märkte nutzen. Die Börse reagierte am Montag extrem nervös auf diese Pläne. Zunächst schoss der Kurs um 17 Prozent auf 7,36 US-Dollar nach oben. Wenig später drehte die Stimmung. Die Aktie rutschte ins Minus und notierte bei 6,60 US-Dollar.
Investoren bewerten Keel aktuell nach zukünftigen Erwartungen. Echte Cashflows aus dem KI-Geschäft fehlen noch. Das Management muss nun konkrete Mietverträge für seine Rechenzentren vorlegen. Die Liquidität für den Ausbau ist vorhanden. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen an den Standorten Panther Creek, Sharon und Moses Lake nach Plan. Gelingt der vollständige Krypto-Ausstieg, rücken Baufortschritte und Vertragsabschlüsse endgültig in den Mittelpunkt.
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