Keel Aktie: 350-Millionen-Wandelanleihe geplant
Keel Infrastructure plant 350 Mio. USD Wandelanleihe. Die Aktie fällt nachbörslich um acht Prozent. Anleger fürchten weitere Verwässerung.

Kurz zusammengefasst
- 350 Millionen Dollar Wandelanleihe geplant
- Aktie bricht nachbörslich um acht Prozent ein
- Hoher Kapitalbedarf für Rechenzentrumsausbau
- Nettoverlust von 145 Millionen Dollar im Quartal
Große Ambitionen treffen auf leere Kassen. Keel Infrastructure braucht erneut hunderte Millionen Dollar, um seine Expansionspläne in der digitalen Infrastruktur voranzutreiben.
Frisches Kapital gesucht
Das Unternehmen plant die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen im Volumen von 350 Millionen US-Dollar. Diese Papiere sind bis zum Jahr 2032 fällig. Die Erstkäufer haben zudem die Option, weitere 58 Millionen US-Dollar nachzulegen.
Die Börse reagierte prompt auf den drohenden Verwässerungseffekt. Im nachbörslichen Handel am 14. Juli rutschte die Aktie um fast acht Prozent ab. Zuletzt notierte das Papier nur noch im Bereich von vier US-Dollar.
Hoher Kapitalbedarf belastet
Das Management nutzt den Erlös für allgemeine Zwecke und den Ausbau von Rechenzentren. Ein Schritt mit Vorbild: Bereits Anfang Juni schloss der Konzern eine ähnliche Finanzierungsrunde über 458 Millionen US-Dollar ab.
Der enorme Geldbedarf erklärt sich durch das kapitalintensive Geschäft. Im letzten Quartal erwirtschaftete Keel einen Umsatz von knapp 37 Millionen US-Dollar. Dem steht allerdings ein Nettoverlust von 145 Millionen US-Dollar gegenüber.
Zuletzt verfügte die Firma über Barmittel in Höhe von 357 Millionen US-Dollar. Parallel dazu belaufen sich die langfristigen Schulden auf etwa 573 Millionen US-Dollar. Die Eigenkapitalrendite liegt derzeit bei negativen 30 Prozent.
Strategischer Wandel
Keel Infrastructure firmierte bis April unter dem Namen Bitfarms. Mit der Umbenennung verlagerte sich der Schwerpunkt von reinem Krypto-Mining auf High-Performance-Computing. Das Ziel ist die Bereitstellung von Rechenleistung für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz.
Trotz der Aufnahme in den Russell 3000 Index Ende Juni bleibt die finanzielle Lage angespannt. Anleger fokussieren sich nun darauf, ob die Investitionen in neue Rechenkapazitäten zeitnah die hohen Verluste abfedern können.
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