Keel Aktie: 458 Millionen Dollar Wandelanleihe für KI-Zentren
Keel Infrastructure sammelt 458 Millionen Dollar für KI-Rechenzentren ein. Der ehemalige Bitcoin-Miner treibt den Wandel zum Infrastruktur-Anbieter voran.

Kurz zusammengefasst
- Milliardenschwere Wandelanleihe platziert
- Fokus auf KI-Rechenzentren
- Aktie legt 455 Prozent zu
- Strom-Pipeline von 2,2 Gigawatt
Keel Infrastructure setzt voll auf künstliche Intelligenz. Das Unternehmen, das sich erst im April 2026 vom Bitcoin-Miner Bitfarms zum Rechenzentrum-Betreiber umfirmierte, hat eine milliardenschwere Finanzierung abgeschlossen. Die Botschaft ist klar: Keel will bei KI-Infrastruktur ganz vorne mitspielen.
458 Millionen US-Dollar hat Keel über Wandelanleihen eingesammelt. Die Papiere sind mit 1,25 Prozent verzinst und laufen bis 2032. Die Anleihegläubiger können ihre Schuldscheine zu 7,41 Dollar je Aktie in Keel-Aktien tauschen – ein Aufschlag von 25 Prozent auf den Schlusskurs vom 4. Juni 2026. Netto fließen dem Unternehmen rund 445 Millionen Dollar zu.
Das Geld hat ein klares Ziel: Keel will seine Rechenzentrums-Projekte in Panther Creek, Sharon und Moses Lake vorantreiben. Der Konzern verfügt über eine Strom-Pipeline von 2,2 Gigawatt – ein entscheidender Trumpf im KI-Zeitalter, in dem Energie zur knappen Ressource wird.
Vom Krypto-Miner zum KI-Player
Der Wandel ist radikal. Noch vor wenigen Monaten schürfte Keel Bitcoin. Heute vermietet das Unternehmen Rechenzentrumsflächen an Cloud-Giganten und KI-Firmen. Das Geschäftsmodell: langfristige, finanzierbare Leasingverträge für Hochleistungsrechner.
Die Aktionäre honorieren die Strategie. Keels Aktie ist in den vergangenen zwölf Monaten um 455 Prozent gestiegen – eine klare Outperformance gegen den Gesamtmarkt. Der Vorstand hat das Kapitalpolster zusätzlich mit Capped-Call-Transaktionen abgesichert, um die Verwässerung durch die Wandelanleihe zu begrenzen.
Solide Finanzen als Fundament
Die Bilanz gibt dem Vorstand Spielraum. Zum Ende des ersten Quartals 2026 hielt Keel 336 Millionen Dollar in bar und knapp 197 Millionen Dollar in Bitcoin. Die Verschuldung lag bei lächerlichen 4 Millionen Dollar. Die Liquiditätskennziffer betrug 9,6 – ein Wert, der selbst in turbulenten Zeiten Sicherheit bietet.
Ein Teil der Bitcoin-Reserven könnte ebenfalls in den Ausbau der KI-Infrastruktur fließen. Offiziell gibt es dazu keine Aussage. Die Richtung aber ist klar: Keel baut seine Position im aufstrebenden Markt für KI-Rechenzentren weiter aus. Die Wandelanleihe liefert die nötige Munition.
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