Kioxia Aktie: Bain steigt komplett aus
Bain Capital zieht sich komplett von Kioxia zurück. Der Wegfall des Verkaufsdrucks treibt die Aktie des Speicherchip-Herstellers deutlich an.

Kurz zusammengefasst
- Bain Capital steigt komplett aus
- Kurs legt um über drei Prozent zu
- Verkaufsdruck auf Aktie entfällt
- Quartalszahlen als nächster Impuls
Der langjährige Großaktionär macht Kasse. Bain Capital hat seinen restlichen Anteil an dem japanischen Speicherchip-Hersteller Kioxia vollständig verkauft. Damit verschwindet ein massiver Unsicherheitsfaktor für die Aktie. Der Kurs reagiert prompt mit einem Kurssprung.
Milliarden-Wette geht auf
Im Jahr 2018 führte die US-Beteiligungsgesellschaft ein 18 Milliarden Dollar schweres Übernahmekonsortium an. Damals hieß das Unternehmen noch Toshiba Memory. Nach einer harten Restrukturierung und einer geplatzten Fusion mit Western Digital brachte Bain Kioxia Ende 2024 an die Tokioter Börse.
Der KI-Boom katapultierte den Wert seitdem in ungeahnte Höhen. Im Juni stieg die Marktkapitalisierung in der Spitze auf 345 Milliarden Dollar. Kioxia überholte zeitweise sogar Toyota als wertvollstes Unternehmen Japans. Kein Wunder. Der Aktienkurs legte seit dem Börsendebüt um mehr als 4.800 Prozent zu.
Nun schließt Bain das Kapitel. Managing Partner David Gross bestätigte im US-Fernsehen den vollständigen Ausstieg. Er nannte das Ergebnis einen spektakulären Erfolg für alle Beteiligten.
Verkaufsdruck entfällt
Monatelang schwebte der sukzessive Aktienverkauf von Bain wie ein Damoklesschwert über dem Markt. Dieser Verkaufsdruck entfällt nun. Investoren greifen am Donnerstag beherzt zu und treiben den Kurs um 3,23 Prozent auf 424,90 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von rund achteinhalb Prozent.
Die Papiere notieren damit deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 267,45 Euro. Ein Relative-Stärke-Index von knapp 58 deutet darauf hin, dass die Aktie noch nicht überkauft ist. Die Schwankungsbreite der Papiere bleibt allerdings extrem hoch.
Der nächste Härtetest
Der historische Großaktionär ist von Bord. Nun richtet sich der Fokus wieder voll auf das operative Geschäft. Die fundamentale Bewertung des Speicherchip-Konzerns steht und fällt mit der Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Der anstehende Quartalsbericht wird den nächsten Impuls liefern. Dort muss Kioxia beweisen, dass der aktuelle NAND-Preiszyklus die hohe Marktkapitalisierung rechtfertigt. Hält die Dynamik bei den Speicherpreisen an, rückt das Allzeithoch von knapp 520 Euro aus dem Juni wieder in greifbare Nähe.
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