Kioxia Aktie: Fab3-Bau in Kitakami beginnt

Kioxia und Sandisk wollen bis 2032 über 31 Milliarden US-Dollar investieren, doch staatliche Hilfen bleiben Voraussetzung für das Vorhaben.

Felix Baarz ·
Moderne Halbleiter-Fertigungsanlage in einem Reinraum mit präziser Industrietechnik. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Mehr als 31 Milliarden Dollar vorgesehen
  • Neue Fab3 in Kitakami vorbereitet
  • Produktionsstart für Geschäftsjahr 2029 geplant
  • Kioxia-Aktie verliert 7,2 Prozent

Um der steigenden Nachfrage nach Speichermedien im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gerecht zu werden, bereitet der japanische Halbleiterhersteller Kioxia eine massive Ausweitung seiner Kapazitäten vor.

Am gestrigen Donnerstag gaben die Kioxia Holdings Corporation und die Sandisk Corporation bekannt, bis zum Jahr 2032 insgesamt mehr als 31 Milliarden US-Dollar in Japan investieren zu wollen. Dieses Vorhaben steht jedoch unter dem Vorbehalt einer entsprechenden staatlichen Förderung.

Ausbau der Kapazitäten in der Präfektur Iwate

Im Zentrum der Expansionspläne steht das Werk in Kitakami, das in der Präfektur Iwate liegt. Wie die Kioxia Corporation mitteilte, haben die vorbereitenden Arbeiten für den Bau einer neuen Fertigungsstätte, der sogenannten Fab3, bereits begonnen.

Das Unternehmen zielt darauf ab, die Produktion hochmoderner Speicherlösungen, konkret der BiCS FLASH-Technologie, signifikant zu steigern. Der operative Betrieb in dem neuen Gebäude soll nach aktueller Planung im Geschäftsjahr 2029 aufgenommen werden.

Laut Reuters betonte Kioxia-CEO Hiroo Ota die Dimension des Projekts: Allein für die neue Anlage in Kitakami ist ein Investitionsvolumen von rund 1,8 Billionen Yen vorgesehen.

Medienberichten zufolge ordnet sich dieser Schritt in eine langfristige Strategie ein, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber globalen Konkurrenten im Markt für NAND-Flash-Speicher zu sichern. Das Gemeinschaftsprojekt mit der Sandisk Corporation unterstreicht die langjährige Kooperation beider Partner bei der Entwicklung künftiger Speichergenerationen.

Abhängigkeit von staatlichen Fördermitteln

Trotz der ambitionierten Ziele bleibt die Umsetzung des 31-Milliarden-Dollar-Programms an Bedingungen geknüpft. Das Management machte deutlich, dass die geplanten Investitionssummen in diesem Umfang nur realisiert werden können, wenn die japanische Regierung unterstützende Maßnahmen ergreift.

Solche Subventionen sind in der Halbleiterindustrie mittlerweile üblich, da viele Staaten die Ansiedlung und den Ausbau heimischer Chipproduktionen als strategisch kritisch ansehen.

Kioxia reagiert mit der Ankündigung auf einen Markt, der sich durch den KI-Boom grundlegend wandelt. Speicherchips für Rechenzentren und Hochleistungscomputer benötigen immer höhere Kapazitäten bei gleichzeitig sinkendem Energieverbrauch. Die nun eingeleitete Standorterweiterung soll sicherstellen, dass das Unternehmen technologisch nicht den Anschluss verliert.

Marktreaktion und technisches Bild

An der Börse wurde die Nachricht über die Milliardeninvestitionen mit deutlicher Zurückhaltung aufgenommen. Im heutigen Handel verliert der Kurs massiv an Boden und notiert bei 258,50 €, was einem Tagesminus von 7,2 % entspricht. Die Anleger scheinen derzeit eher die hohen Investitionsrisiken und die Abhängigkeit von staatlichen Zusagen zu gewichten als die langfristigen Wachstumschancen im KI-Sektor.

Durch den heutigen Kurssturz hat sich auch das technische Chartbild der Aktie weiter eingetrübt. Mit dem aktuellen Kursniveau notiert die Aktie damit rund 25 % unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 346,41 €.

Zwar verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn weiterhin ein deutliches Plus, doch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch hat sich durch die jüngsten Abgaben vergrößert. Die Marktteilnehmer warten nun auf konkrete Signale der Regierung bezüglich der geforderten Unterstützungsgelder.

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Kioxia Aktie

330,60 EUR

+ 11,10 EUR +3,47 %
KGV 58,20
KUV 7,92
Sektor Technologie
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 182,56 Mrd. EUR
ISIN: JP3236330001 WKN: A2QB8W

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