Kioxia Aktie: Fab3-Betrieb ab Geschäftsjahr 2029 geplant

Kioxia und Sandisk wollen bis 2032 mehr als 31 Milliarden US-Dollar in Japan investieren; staatliche Hilfe bleibt Voraussetzung für die Umsetzung.

Dieter Jaworski ·
Moderne Halbleiter-Fertigungsanlage mit hochtechnologischen Silizium-Wafer-Maschinen in einem Reinraum. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Fab3-Erschließung in Kitakami begonnen
  • BiCS-FLASH-Ausbau für KI-Rechenzentren
  • Betriebsstart für Geschäftsjahr 2029 angestrebt
  • Aktie seit Jahresbeginn 374 Prozent höher

Am vergangenen Donnerstag gaben die Kioxia Corporation und die Sandisk Corporation weitreichende Pläne für den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten bekannt. Bis zum Jahr 2032 beabsichtigen die Partner, insgesamt mehr als 31 Milliarden US-Dollar in Japan zu investieren.

Im Zentrum dieser Strategie steht die Erweiterung der Kapazitäten für fortschrittlichen 3D-Flash-Speicher, um der weltweit steigenden Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gerecht zu werden.

Neubau der Fab3 in Kitakami startet

Teil dieser Investitionsoffensive ist die Errichtung einer neuen Produktionsstätte am Standort Kitakami in der Präfektur Iwate. Kioxia hat bereits mit der Erschließung des Geländes für die neue Fabrik, die intern als Fab3 bezeichnet wird, begonnen. Das Areal befindet sich unmittelbar südlich der bestehenden Anlage Fab2. Die Aufnahme des operativen Betriebs wird laut Unternehmensangaben für das Geschäftsjahr 2029 angestrebt.

Die neuen Anlagen sollen speziell für die Produktion von BiCS FLASH-Speichern optimiert werden. Diese Technologie gilt als essenziell für moderne Rechenzentren, die durch die zunehmende Verbreitung von KI-Anwendungen enorme Mengen an schnellem Speicherplatz benötigen. Mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten markiert das Unternehmen den ersten physischen Schritt zur Umsetzung der langfristigen Kapazitätsplanung.

Milliardeninvestitionen unter Vorbehalt

Medienberichten zufolge belaufen sich die erwarteten Kosten allein für die neue Anlage im Norden Japans auf über eine Billion Yen. Laut Reuters ist dieses Vorhaben in den breiter gefassten Investitionsrahmen eingebettet, der die Produktionsinfrastruktur sowohl in Kitakami als auch im Werk Yokkaichi nachhaltig stärken soll.

Die vollständige Umsetzung dieser Pläne bis 2032 steht jedoch unter dem ausdrücklichen Vorbehalt staatlicher Unterstützung durch die japanische Regierung.

An der Börse spiegelt sich die dynamische Entwicklung des Unternehmens im laufenden Jahr deutlich wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von 374 %. Trotz dieses massiven Zuwachses notiert das Papier derzeit etwa 20 % unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage, was auf eine deutliche Konsolidierung hindeutet. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das im Juni bei 621,00 Euro markiert wurde, beträgt aktuell 56 %.

Analysteninteresse und Marktumfeld

Begleitet wird der strategische Ausbau von einem breiten Interesse institutioneller Beobachter. Am vergangenen Montag aktualisierte Kioxia die Liste der Analysehäuser, die das Unternehmen regelmäßig bewerten.

Zu den Instituten, die Berichte über den Speicherhersteller verfassen, gehören unter anderem J.P. Morgan und Goldman Sachs Japan. Diese kontinuierliche Beobachtung unterstreicht die Bedeutung des Unternehmens für den globalen Halbleitermarkt.

Das Marktumfeld war zuletzt von Schwankungen geprägt. Während eine allgemeine Nachfrageprognose für NAND-Speicher vor rund zwei Wochen noch für Kursverluste von 19,0 % gesorgt hatte, setzt Kioxia mit dem Start der Fab3-Vorbereitungen auf ein langfristiges Wachstumsszenario.

Die Strategie zielt darauf ab, durch die Erweiterung der BiCS FLASH-Kapazitäten frühzeitig die notwendige Infrastruktur für die nächste Generation von KI-Speichern bereitzustellen.

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Kioxia Aktie

282,45 EUR

– 23,00 EUR -7,53 %
KGV 53,97
KUV 7,87
Sektor Technologie
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 155,97 Mrd. EUR
ISIN: JP3236330001 WKN: A2QB8W

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