Klarna-Anleger stehen in dieser Woche vor einer wichtigen rechtlichen Frist. Eine Sammelklage wirft dem Fintech-Unternehmen vor, im Rahmen des Börsengangs im September 2025 irreführende Angaben zur Risikovorsorge gemacht zu haben. Während der Aktienkurs massiv unter dem Ausgabepreis notiert, rücken nun die kommenden Quartalszahlen in den Fokus.
| Kategorie | Detail |
|---|---|
| IPO-Preis | 40,00 USD (September 2025) |
| Aktueller Kurs | 18,11 USD (Stand: Gestern) |
| Marktkapitalisierung | ca. 6,8 Mrd. USD |
| Frist für Hauptkläger | 20. Februar 2026 |
| Nächste Quartalszahlen | 19. Februar 2026 |
| Börsenplatz | New York Stock Exchange |
Vorwurf der irreführenden Risikobewertung
Die Klage der Kanzlei Bragar Eagel & Squire konzentriert sich auf die Angaben im Emissionsprospekt zum Börsengang. Den Vorwürfen zufolge hat Klarna die Kreditrisiken in bestimmten Kundensegmenten unterschätzt oder verschleiert. Kurz nach dem Sprung aufs Parkett meldete das Unternehmen einen sprunghaften Anstieg der Wertberichtigungen auf Kredite um 102 % gegenüber dem Vorjahr.
Investoren, die seit dem Börsengang Anteile erworben haben, können noch bis zum kommenden Freitag den Status als Hauptkläger in dem Verfahren beantragen. Die Kanzlei untersucht dabei insbesondere, ob die Offenlegung der Kreditrisiken zum Zeitpunkt des IPOs der tatsächlichen internen Datenlage entsprach.
Massiver Kursverfall seit dem Börsengang
Der Marktwert des schwedischen Zahlungsdienstleisters hat sich seit September 2025 mehr als halbiert. Mit einem aktuellen Kurs von rund 18,11 USD notiert das Papier etwa 56 % unter dem Ausgabepreis von 40 USD. Allein in der vergangenen Woche verzeichnete der Titel einen Rückgang von 11,7 %.
Trotz eines Umsatzwachstums von 26 % im jüngsten Quartalsbericht schreibt das Unternehmen weiterhin Nettoverluste. Ein positiver Impuls kam zuletzt aus dem US-Geschäft, wo das Bruttowarenvolumen im dritten Quartal 2025 um 48 % zulegte. Dennoch bewertet der Markt das Unternehmen derzeit nur noch mit dem zweifachen des Jahresumsatzes, was die Skepsis hinsichtlich der Profitabilität widerspiegelt.
Fokus auf den Quartalsbericht
Kann der anstehende Finanzbericht das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen? Am kommenden Donnerstag veröffentlicht Klarna vor der US-Börseneröffnung die Zahlen für das vierte Quartal 2025. CEO Sebastian Siemiatkowski und CFO Niclas Neglen werden die Ergebnisse anschließend in einem Webcast erläutern.
Im Mittelpunkt der Präsentation werden die Performance der Kreditmodelle und die Nachhaltigkeit des aktuellen Portfolios stehen. Anleger erwarten konkrete Daten zur Entwicklung der Kreditausfälle, um die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells in einem schwierigeren Marktumfeld bewerten zu können. Die Frist für die Einreichung von Aktionärsfragen endete bereits am Mittwochmorgen.
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