Klöckner Aktie: Weiter aufwärts!

Worthington Steel erreicht mit über 58% die Kontrolle über Klöckner & Co und strebt einen Beherrschungsvertrag an. Ein Delisting der Aktie wird geprüft.

Eduard Altmann ·
Klöckner Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Übernahmeschwelle von 57,5 Prozent erfolgreich überschritten
  • Beherrschungsvertrag soll auf Hauptversammlung beschlossen werden
  • Delisting der Aktie vom regulierten Markt wird geprüft
  • Operatives Geschäft soll vorerst eigenständig fortgeführt werden

Nach dem erfolgreichen Übernahmeangebot durch Worthington Steel beginnt bei Klöckner & Co der formelle Umbau der Eigentümerstruktur. Mit dem Überschreiten der Mindestannahmeschwelle strebt der US-Konzern nun einen Beherrschungsvertrag an, der die verbliebenen Minderheitsaktionäre vor neue Entscheidungen stellt.

Die nächsten Schritte der Übernahme

Bis zum Ende der Annahmefrist in der vergangenen Woche wurden Aktien, die knapp 49,5 Prozent des Grundkapitals entsprechen, in das Angebot eingeliefert. Da Großaktionär Friedhelm Loh sein Paket von 41,5 Prozent vertragsgemäß beisteuerte, rechnet Worthington Steel nun mit einem Gesamtanteil von 58,78 Prozent. Damit ist die im März gesenkte Hürde von 57,5 Prozent erfolgreich genommen.

Als direkte Konsequenz kündigte die US-Gesellschaft an, Klöckner & Co künftig als beherrschtes Unternehmen führen zu wollen. Für außenstehende Investoren bedeutet dieser Schritt, dass Ausgleichs- und Abfindungsregelungen auf Basis einer gesetzlichen Unternehmensbewertung festgelegt werden. Der Aktienkurs, der seit Jahresbeginn um beachtliche 46,76 Prozent auf aktuell 12,02 Euro geklettert ist und damit in unmittelbarer Schlagdistanz zu seinem 52-Wochen-Hoch notiert, spiegelt diese Übernahmedynamik bereits deutlich wider.

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Konsequenzen für freie Aktionäre

Worthington prüft nach Abschluss der Transaktion zudem ein Delisting der Papiere vom regulierten Markt der Frankfurter Börse. Sollte der Anteil im weiteren Verlauf auf über 90 Prozent steigen, wäre auch ein Squeeze-out der verbliebenen Anteilseigner eine wirtschaftlich und betrieblich zweckmäßige Option für den neuen Mehrheitseigner.

Unabhängig von den strukturellen Veränderungen auf Aktionärsebene soll das operative Tagesgeschäft unter CEO Guido Kerkhoff vorerst eigenständig fortgeführt werden. Standortschließungen oder Entlassungen sind laut Unternehmensangaben nicht geplant. Stattdessen sollen schrittweise Synergien im nordamerikanischen Markt realisiert werden. Finanziell steht der Stahlhändler dabei auf einem soliden Fundament: Das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sondereffekten stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 auf 171 Millionen Euro.

Die endgültige Entscheidung über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag fällt auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2026. Zuvor wird das Management am 6. Mai die Zahlen für das erste Quartal präsentieren, für das Klöckner & Co ein EBITDA zwischen 20 und 60 Millionen Euro prognostiziert.

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Klöckner Aktie

12,00 EUR

– 0,08 EUR -0,66 %
KGV 0,00
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 3,74 %
Marktkapitalisierung 557,78 Mio. EUR
ISIN: DE000KC01000 WKN: KC0100

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