Klöckner & Co Aktie: Delisting droht!
Die Übernahme von Klöckner & Co durch Worthington Steel schreitet voran. Der Aktienkurs liegt über dem Angebotspreis, da Anleger auf höhere Ausgleichszahlungen spekulieren.

Kurz zusammengefasst
- Aktie notiert deutlich über dem Übernahmepreis
- Delisting nach Transaktion eine mögliche Option
- DWS erhöht Beteiligung über Meldeschwelle
- Quartalszahlen im Mai beeinflussen Bewertung
Die Übernahme von Klöckner & Co durch Worthington Steel geht in die nächste Runde. Die zweite Annahmefrist ist formal abgelaufen. Am Markt herrscht jedoch keine Ruhe. Im Gegenteil. Die Aktie kletterte am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 12,58 Euro. Das liegt deutlich über dem Angebotspreis von 11,00 Euro. Anleger spekulieren offensichtlich auf einen lukrativen Nachschlag.
Fokus auf den Mai
Der offizielle Finanzkalender bündelt die wichtigsten Termine auf wenige Wochen. Am 6. Mai veröffentlicht Klöckner die Zahlen für das erste Quartal. Zwei Wochen später folgt die ordentliche Hauptversammlung. Dort stimmen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,20 Euro je Aktie ab. Parallel dazu stellt das Management die Weichen für den geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV).
Worthington Steel will diesen Vertrag unmittelbar nach dem Vollzug der Übernahme abschließen. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre ist das ein entscheidendes Detail. Das Gesetz schreibt für einen solchen Schritt eine neue Unternehmensbewertung vor. Diese Basis bestimmt die künftigen Ausgleichszahlungen. Die Amerikaner prüfen nach der Transaktion auch weitere strukturelle Maßnahmen. Ein Squeeze-out oder ein komplettes Delisting stehen im Raum.
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Großaktionäre bringen sich in Stellung
Ein Blick auf die Aktionärsstruktur zeigt wachsendes Interesse an der Preisfindung. Der Vermögensverwalter DWS hat seine Beteiligung wieder über die meldepflichtige Schwelle gehoben. Die Fondsgesellschaft kontrolliert nun inklusive Finanzinstrumenten 3,95 Prozent der Stimmrechte. Das stützt die Erwartung einer höheren Abfindung. Auch die fundamentale Entwicklung liefert Argumente für eine Nachbesserung. Im vergangenen Jahr steigerte Klöckner das operative Ergebnis vor Sondereffekten auf 171 Millionen Euro.
Der endgültige Vollzug der Übernahme hängt noch von regulatorischen Genehmigungen ab. Das Management erwartet den Abschluss für das zweite Halbjahr 2026. Bis dahin liefert die anstehende Quartalsmitteilung am 6. Mai frische operative Daten. Diese Zahlen fließen direkt in die spätere Unternehmensbewertung ein und definieren das Potenzial für künftige Ausgleichszahlungen.
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