Klöckner & Co Aktie: Frist abgelaufen

Die Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Worthington Steel an Klöckner & Co ist abgelaufen. Nun entscheidet sich, ob die Mindestbeteiligung von 57,5 Prozent erreicht wurde und welche nächsten Schritte folgen.

Redaktion Stock-World ·
Klöckner Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Ablauf der Annahmefrist für Übernahmeangebot
  • Knappes Rennen um 57,5-Prozent-Schwelle
  • Solide operative Basis mit gestiegenem EBITDA
  • Mögliches Delisting und Squeeze-out im Raum

Die Annahmefrist für das Worthington-Übernahmeangebot ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ausgelaufen — und die entscheidende Frage ist nun, ob die 57,5-Prozent-Schwelle tatsächlich erreicht wurde. Zum Stichtag 9. März fehlten Worthington Steel rechnerisch nur noch rund 0,6 Prozentpunkte.

Knappes Rennen bis zur Ziellinie

Großaktionär Swoctem hatte sein gesamtes Paket von 41,53 Prozent bereits eingeliefert. Aus dem Streubesitz kamen bis Mitte März jedoch nur gut elf Prozent hinzu — zu wenig für die ursprüngliche 65-Prozent-Schwelle. Worthington reagierte und senkte die Mindestannahmeschwelle auf 57,5 Prozent, womit der fehlende Anteil deutlich schrumpfte.

Kurz vor Fristablauf meldeten mehrere institutionelle Investoren Positionsveränderungen. DWS hält laut Meldung vom 24. März 5,76 Prozent inklusive Derivate, Goldman Sachs 8,31 Prozent. JPMorgan reduzierte seine Beteiligung von 5,57 auf 4,80 Prozent und unterschritt damit die Meldeschwelle. Ob diese Umschichtungen das Zünglein an der Waage waren, wird sich mit Bekanntgabe der finalen Annahmequote zeigen.

Die Aktie selbst notiert derzeit knapp unter ihrem am 24. März markierten 52-Wochen-Hoch von 11,98 Euro — und damit spürbar über dem Angebotspreis von 11,00 Euro je Aktie. Dieser entspricht einer Prämie von 98 Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs vor Ankündigung der Transaktion im Dezember 2025.

Was nach dem Fristablauf folgt

Das Ergebnis bestimmt den weiteren Fahrplan. Erreicht Worthington Steel mindestens 90 Prozent des Grundkapitals, ist ein Squeeze-out möglich. Liegt die Quote darunter, aber oberhalb der Mindestannahmeschwelle, strebt Worthington einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an. Ein Delisting von der Frankfurter Wertpapierbörse wird in beiden Szenarien geprüft.

Operative Basis bleibt solide

Unabhängig vom Ausgang der Transaktion präsentiert sich Klöckner operativ in guter Verfassung. Im Geschäftsjahr 2025 stieg das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten auf 171 Millionen Euro — ein Plus von 35 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Free Cashflow lag bei 105 Millionen Euro.

Für 2026 erwartet das Unternehmen trotz des Verkaufs von acht US-Distributionsstandorten eine stabile Absatzentwicklung und ein nochmals deutlich höheres EBITDA. Worthington Steel hat zugesagt, keine Standortschließungen oder Entlassungen zu planen; der europäische Hauptsitz bleibt in Düsseldorf. Den Abschluss der Transaktion peilt Worthington für das zweite Halbjahr 2026 an.

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Klöckner Aktie

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Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 1,63 %
Marktkapitalisierung 1,34 Mrd. EUR
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