Klöckner & Co Aktie: Squeeze-out in Sicht?
Worthington Steel hält nach Übernahme 61,9 Prozent an Klöckner. Der Aktienkurs notiert deutlich über dem Angebotspreis, da der Markt auf höhere Abfindungen spekuliert.

Kurz zusammengefasst
- Übernahmeziel von 57,5 Prozent deutlich übertroffen
- Aktienkurs erreicht neues Dreijahreshoch
- Markt erwartet Beherrschungsvertrag und Squeeze-out
- Hauptversammlung und Quartalszahlen im Mai
Worthington Steel hat die Übernahme von Klöckner formal abgeschlossen — und die verbliebenen Aktionäre spekulieren bereits auf das, was als Nächstes kommt. Der Kurs liegt weit über dem Angebotspreis. Das sagt viel aus.
Mehrheit gesichert, Minderheit unter Druck
Nach Ende der zweiten Annahmefrist am 14. April hält Worthington Steel rund 61,87 Prozent der Klöckner-Aktien. Die ursprüngliche Mindestannahmeschwelle von 57,5 Prozent wurde damit klar überschritten. Das Barangebot lag bei 11,00 Euro je Aktie.
Das Closing steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Freigaben. Worthington erwartet den Abschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Kurs signalisiert Erwartungen
Die Aktie notiert aktuell bei rund 12,58 Euro — etwa 14 Prozent über dem Gebotspreis. Am vergangenen Freitag markierte das Papier damit ein neues Dreijahreshoch.
Kein Wunder: Marktbeobachter rechnen damit, dass Worthington Steel einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag anstrebt. Ein solcher Schritt würde eine neue Abfindung oder Ausgleichszahlung erzwingen — und die könnte über den 11,00 Euro liegen, die das ursprüngliche Angebot vorsah. Langfristig steht auch ein Squeeze-out im Raum, bei dem Minderheitsaktionäre herausgedrängt werden.
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Termine im Mai
Parallel läuft das operative Geschäft weiter. Klöckner meldete für 2025 ein verbessertes EBITDA vor Sondereffekten. Das Management setzt auf höherwertige Produkte und die Nachhaltigkeitsmarke Nexigen.
Die nächsten Termine stehen fest:
- 6. Mai 2026: Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2026
- 20. Mai 2026: Hauptversammlung mit Abstimmung über eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie für 2025
Auf der Hauptversammlung dürfte auch die Frage nach weiteren Strukturmaßnahmen eine Rolle spielen. Worthington hat bereits signalisiert, Delisting und Squeeze-out zu prüfen — abhängig von Marktlage und rechtlichen Möglichkeiten.
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