Klöckner: DWS meldet 3,26-Prozent-Anteil
Trotz Übernahme durch Worthington Steel positionieren sich Großaktionäre neu und treiben den Aktienkurs über das ursprüngliche Angebot.

Kurz zusammengefasst
- Großaktionäre melden veränderte Stimmrechtsanteile
- Kurs übersteigt Barangebot von elf Euro
- Spekulation auf höhere Abfindung im Beherrschungsvertrag
- Quartalszahlen und Hauptversammlung im Mai
Die Übernahme durch Worthington Steel schien eigentlich beschlossene Sache. Der US-Konzern kontrolliert bereits die Mehrheit an Klöckner & Co. Am Markt positionieren sich institutionelle Investoren nun aber neu. Sie spekulieren auf einen lukrativen Nachschlag.
Am Freitagnachmittag meldeten mehrere Großaktionäre veränderte Stimmrechtsanteile. Zuvor hatte bereits die DWS Investment GmbH offengelegt, gut drei Prozent der Klöckner-Aktien zu halten. Diese Bewegungen überraschen auf den ersten Blick. Schließlich sicherte sich Worthington Steel bis Ende März bereits rund 59 Prozent der Anteile.
Wette auf den Beherrschungsvertrag
Die Papiere des Duisburger Stahlhändlers notieren aktuell bei 12,58 Euro. Damit bewegen sie sich exakt auf dem Niveau ihres jüngsten Jahreshochs. Das ursprüngliche Barangebot der Amerikaner lag lediglich bei elf Euro je Aktie.
Die deutliche Differenz zeigt die klare Erwartungshaltung der Börse. Die Folge: Anleger rechnen mit einer höheren Abfindung im Rahmen des angestrebten Beherrschungsvertrages. Diese Spekulation stützt den Kurs massiv. Seit Jahresbeginn verbucht der Titel einen Wertzuwachs von über 53 Prozent.
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Dividende und Quartalszahlen im Blick
Im Mai stehen für das SDAX-Unternehmen zwei wichtige Termine an. Zunächst veröffentlicht der Vorstand am 6. Mai den Zwischenbericht für das erste Quartal. Diese Zahlen liefern wichtige Hinweise auf die aktuelle Ertragskraft im laufenden Jahr.
Zwei Wochen später folgt die ordentliche Hauptversammlung. Das Management hat eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vorgeschlagen. Stimmen die Aktionäre am 20. Mai zu, fließt das Geld wenige Tage später.
Bis zu diesem Aktionärstreffen bringen sich die Großinvestoren weiter in Stellung. Sie nutzen das aktuelle Zeitfenster, um ihre Stimmrechte strategisch zu bündeln. Solange die Fantasie auf einen Nachschlag beim Beherrschungsvertrag lebt, bleibt der Aktienkurs gut abgesichert.
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