KNDS Aktie: 33,1 Milliarden Auftragsbestand vor IPO
Rüstungskonzern KNDS meldet Rekordumsatz und -aufträge. Der geplante Doppel-IPO in Frankfurt und Paris rückt näher.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt auf 4,4 Milliarden Euro
- Auftragsbestand erreicht 33,1 Milliarden Euro
- Doppel-IPO in Frankfurt und Paris geplant
- Staatliche Beteiligungen von 40 Prozent angestrebt
Der Leopard-2-Hersteller KNDS hat 2025 das stärkste Jahr seiner Geschichte hingelegt — und bereitet sich auf einen der größten europäischen Börsengänge im Rüstungssektor vor. Der Doppel-IPO in Frankfurt und Paris soll noch 2026 kommen.
Zahlen, die für sich sprechen
Der Umsatz kletterte um knapp 16 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Alle drei Segmente legten zu: Land Systems Germany erzielte 2,5 Milliarden Euro (plus 17,4 Prozent), Land Systems France 1,3 Milliarden Euro (plus 9,6 Prozent), und das Munitionsgeschäft wuchs um fast 25 Prozent auf 612 Millionen Euro.
Das operative Ergebnis stieg von 500 Millionen auf 661 Millionen Euro — die EBIT-Marge verbesserte sich damit von 13,2 auf 15,0 Prozent. Noch eindrucksvoller: Der Auftragseingang belief sich auf 13,5 Milliarden Euro, was den Auftragsbestand auf einen Rekordwert von 33,1 Milliarden Euro trieb. Ein Jahr zuvor waren es 23,5 Milliarden Euro. Diese Sichtbarkeit auf künftige Erlöse ist für einen Börsenkandidat kaum zu übertreffen.
IPO mit staatlichem Rückhalt
Die Bewertungserwartungen liegen zwischen 15 und 20 Milliarden Euro. Die deutsche Bundesregierung hat Interesse an einem Anteil von 40 Prozent signalisiert — gleichauf mit dem geplanten französischen Staatsanteil. Nach dem Börsengang sollen beide Regierungen ihre Beteiligungen innerhalb von zwei bis drei Jahren auf jeweils rund 30 Prozent reduzieren. Das Ziel: strategischen Einfluss über die Rüstungstechnologie behalten, ohne dauerhaft als Hauptaktionäre aufzutreten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei KNDS?
Für den IPO hat KNDS seine Führungsriege neu aufgestellt. Tom Enders übernahm den Aufsichtsratsvorsitz, Jean-Paul Alary das Amt des Konzernchefs. Als Finanzvorstand im Aufsichtsrat sitzt seit Jahresbeginn Christian Schulz, der zuvor als CFO der RENK Group den dortigen Börsengang begleitet hat — eine Personalie mit klarer Botschaft.
Schatten aus der Vergangenheit ausgeräumt
Ein potenzieller Stolperstein für den IPO-Prozess ist weitgehend beseitigt. Eine interne Untersuchung zu einem Altgeschäft mit den Streitkräften Katars aus dem Jahr 2013 ist nach Unternehmensangaben weit genug fortgeschritten, um den Jahresabschluss 2025 zu testieren. Bislang fanden sich keine Hinweise auf strafbares Verhalten von KNDS-Mitarbeitern.
Die Belegschaft wuchs 2025 auf rund 11.000 Mitarbeiter — ein Plus von 7,3 Prozent. Weitere Einstellungen sind geplant, um die laufenden Produktionshochläufe für Leopard-2-Panzer und Caesar-Haubitzen zu stemmen. Das Timing des IPO hängt nun vor allem von den Marktbedingungen ab; als Zielzeitraum gilt weiterhin das zweite Halbjahr 2026.
KNDS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue KNDS-Analyse vom 31. Mai liefert die Antwort:
Die neusten KNDS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KNDS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
KNDS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...