KNDS Aktie: Börsengang im Juni oder Juli geplant
Der Rüstungskonzern KNDS präsentiert modernste Panzer und Drohnentechnik. Der geplante Börsengang rückt näher.

Kurz zusammengefasst
- Neue Kampfpanzer und Artilleriesysteme
- Kooperation mit Nokia für 5G
- Auftragsbestand von 33 Milliarden Euro
- IPO-Bewertung auf 18-20 Milliarden gesenkt
KNDS rüstet sich für das Parkett. Auf der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory präsentierte der deutsch-französische Konzern diese Woche eine Reihe neuer Waffensysteme. Für Investoren ist das ein wichtiges Signal. Sie blicken derzeit genau auf die technologische Pipeline des Unternehmens. Schließlich steht der Börsengang kurz bevor.
Panzer und Artillerie der Zukunft
Im Zentrum des Auftritts standen zwei Großprojekte. KNDS zeigte mit CAPINT einen neuen Kampfpanzer für die französischen Streitkräfte. Er basiert auf dem Leopard 2. Das Modell nutzt einen unbemannten Turm und einen 1.500-PS-Motor. Die ersten Einheiten sollen in den 2030er Jahren anrollen.
Parallel dazu stieß das Artilleriesystem LORAS auf großes Interesse. Bisherige Systeme feuern Standardmunition maximal 40 Kilometer weit. LORAS durchbricht diese Grenze deutlich. Mit Spezialmunition trifft die Waffe künftig Ziele in bis zu 100 Kilometern Entfernung. Die Serienproduktion plant KNDS für das nächste Jahrzehnt.
Digitale Kriegsführung und 5G
Neben schwerem Stahl rückt die Vernetzung in den Fokus. KNDS präsentierte einen universellen Startcontainer für Drohnen. Dieser integriert Abfangsysteme von TYTAN und KI-gesteuerte Kampfdrohnen von Helsing.
Das Ziel: ein voll vernetztes Schlachtfeld. Dafür kooperiert der Rüstungskonzern mit Nokia. Gemeinsam bringen sie ein sicheres 5G-Netzwerk direkt in gepanzerte Infanteriefahrzeuge. Soldaten und unbemannte Systeme tauschen so in Echtzeit Daten aus.
Die Auftragsbücher des Konzerns sind prall gefüllt. Ende vergangenen Jahres lag der Bestand bei 33,1 Milliarden Euro. Der Jahresumsatz erreichte zeitgleich 4,4 Milliarden Euro.
Nun bereiten Konsortialbanken wie Goldman Sachs und die Deutsche Bank das Börsendebüt vor. Sie haben die anvisierte Bewertung zuletzt auf 18 bis 20 Milliarden Euro gekappt. Der Startschuss für den IPO fällt voraussichtlich im Juni oder Juli. Als Ausweichtermin gilt der September.
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