KNDS Aktie: IPO-Bewertung bis 20 Milliarden
Der Rüstungskonzern KNDS plant für Juli den Börsengang. Deutschland und Frankreich sichern sich gleiche Anteile an dem Panzerbauer.

Kurz zusammengefasst
- Börsendebüt für Juli geplant
- Parität zwischen Paris und Berlin
- Auftragsbestand auf 33 Milliarden Euro
- Umsatz stieg auf 4,4 Milliarden Euro
Der europäische Rüstungskonzern KNDS bereitet seinen Börsengang vor. Paris und Berlin haben sich auf eine gemeinsame Führungsstruktur geeinigt. Damit ist der Weg frei für ein milliardenschweres Debüt in Frankfurt und Paris.
Parität zwischen Paris und Berlin
Deutschland und Frankreich ordnen die Machtverhältnisse bei dem Panzerbauer neu. Die Bundesregierung will 40 Prozent der Anteile übernehmen. Diese stammen von den bisherigen deutschen Familieneigentümern. Frankreich senkt seine Beteiligung zeitgleich auf das exakt gleiche Niveau. So entsteht eine klare Parität zwischen den beiden Staaten.
Der geplante Börsengang bewertet KNDS auf 15 bis 20 Milliarden Euro. Eine offizielle Ankündigung könnte noch in dieser Woche erfolgen. Der eigentliche Handelsstart ist für Juli vorgesehen. Zuvor muss der Haushaltsausschuss des Bundestages am Mittwoch dem Anteilskauf zustimmen.
KNDS entstand aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter. Das Unternehmen baut unter anderem die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc. Die Nachfrage nach diesen Waffensystemen ist angesichts der geopolitischen Lage hoch. Auch in der Ukraine sind die Fahrzeuge im Einsatz.
Volle Auftragsbücher
Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr auf 4,4 Milliarden Euro. Die europäischen Armeen rüsten massiv auf. Die Folge: volle Auftragsbücher. Der Bestand wuchs rasant auf 33,1 Milliarden Euro an.
Eine wichtige Hürde hat KNDS bereits genommen. Die EU-Kommission genehmigte die neue Kontrollstruktur Mitte Juni ohne Auflagen. Wettbewerbsbedenken sahen die Prüfer nicht. Fällt am Mittwoch das Votum in Berlin positiv aus, steht dem Doppel-Listing nichts mehr im Weg.
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