KNDS Aktie: Lazard steuert den Börsengang

Eduard Altmann ·
KNDS Aktie

Der europäische Rüstungskonzern KNDS macht ernst mit seinen Plänen für das Börsenparkett. Für das anvisierte Initial Public Offering (IPO) hat sich der Leopard-2-Hersteller nun die Investmentbank Lazard an die Seite geholt. Damit nimmt das Vorhaben einer Doppelnotierung in Paris und Frankfurt konkrete Formen an.

Frisches Kapital für weiteres Wachstum

Das Management erhofft sich durch den Schritt an die Börse einen breiteren Zugang zum Kapitalmarkt. Die frischen Mittel sollen genutzt werden, um industrielle Kapazitäten auszubauen und neue Technologien innerhalb der Verteidigungsindustrie voranzutreiben. Die Ausgangslage für dieses Vorhaben präsentiert sich robust.

Im Jahr 2024 verzeichnete das deutsch-französische Unternehmen einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro, während der Umsatz um 17 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro kletterte. Mit einem prall gefüllten Auftragsbuch von rund 23,5 Milliarden Euro im Rücken peilt KNDS Berichten zufolge eine Marktbewertung von etwa 20 Milliarden Euro an.

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Klarer Fokus auf Landsysteme

Rückenwind erhält die geplante Emission durch das anhaltend hohe Investoreninteresse am europäischen Rüstungssektor, das seit 2022 für deutliche Kursgewinne bei börsennotierten Branchenvertretern sorgt. CEO Jean-Paul Alary bestätigte kürzlich, dass die Vorbereitungen für das IPO exakt nach Plan verlaufen. Diese Zuversicht herrscht auch trotz laufender Diskussionen über eine mögliche staatliche Beteiligung Deutschlands oder Verzögerungen beim europäischen Panzerprojekt MGCS.

Strategisch bleibt das Unternehmen seiner Linie treu. KNDS wird sich weiterhin ausschließlich auf landgestützte Verteidigungssysteme konzentrieren. Eine Expansion in die Marine- oder Luftfahrtbranche schloss das Management explizit aus.

Mit der Mandatierung von Lazard und dem starken operativen Fundament sind die Weichen für den Börsengang gestellt. Die nächsten Schritte umfassen nun die konkrete Strukturierung der Emission und die regulatorische Abstimmung für die angestrebte Doppelnotierung in Deutschland und Frankreich.

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