KNDS Aktie: Machtkampf vor IPO!

Vor dem geplanten Börsengang des Panzerbauers KNDS entbrennt in der deutschen Regierung ein Streit über die Höhe des Staatsanteils, während das Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern in die Börsennotierung starten will.

Eduard Altmann ·
KNDS Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Streit in Berlin über Höhe des Staatsanteils
  • Börsengang soll bis zu fünf Milliarden Euro einbringen
  • Auftragsbestand beläuft sich auf 23,5 Milliarden Euro
  • Produktionskapazitäten sollen verdoppelt werden

Die Auftragsbücher sind voll, der Milliarden-Börsengang steht kurz bevor. Bei KNDS klaffen wirtschaftliche Stärke und politische Einigkeit jedoch weit auseinander. Innerhalb der deutschen Regierungsebene eskaliert ein Streit über den künftigen Staatsanteil am deutsch-französischen Panzerbauer.

Ringen um die Kontrolle

Die SPD fordert laut Medienberichten einen Staatsanteil von rund 40 Prozent. Dieser Wert liegt deutlich über der bisher diskutierten Sperrminorität von gut 25 Prozent. Aktuell gehört KNDS zu gleichen Teilen dem französischen Staat und der deutschen Eigentümerfamilie. Letztere will ihre Anteile über den Börsengang im Sommer vollständig abstoßen.

Gewerkschafter erhöhen parallel dazu den Druck. Jürgen Kerner von der IG Metall warnt vor einem Kontrollverlust. Eine Sperrminorität reiche nicht aus, um deutsche Arbeitsplätze und Technologien zu sichern. Das Ziel: absolute Parität mit Frankreich.

Als Investitionsvehikel bringt sich die staatliche Förderbank KfW in Stellung. Kanzler Friedrich Merz bestätigte kürzlich ein entsprechendes Mandat. Die Regierung will einen signifikanten Anteil an einem großen Rüstungskonzern erwerben. KNDS nannte er dabei nicht namentlich.

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Milliarden-Börsengang im Sommer

Das operative Geschäft läuft derweil auf Hochtouren. Der Hersteller des Leopard-2-Panzers sitzt auf einem Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen 3,8 Milliarden Euro Umsatz.

Mit dem Börsengang will KNDS bis zu fünf Milliarden Euro einsammeln. Konsortialbanken wie die Deutsche Bank und Goldman Sachs bereiten das Listing in Frankfurt und Paris vor. Die Erlöse fließen direkt in den Ausbau der Produktion. Der Konzern will seine Kapazitäten verdoppeln.

Die endgültige Struktur des Börsengangs hängt nun von der politischen Einigung ab. Berlin und Paris müssen die Machtverteilung neu verhandeln. Gelingt der Kompromiss, steht Europa im Juni oder Juli der größte Börsengang des Jahres bevor.

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