KNDS: Lazard berät für IPO 2026

KNDS mandatiert Lazard für den Börsengang 2026. Der Panzerbauer peilt eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an, der Staat prüft Einstieg.

Eduard Altmann ·
KNDS Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Investmentbank Lazard für Börsengang engagiert
  • Doppellisting in Frankfurt und Paris geplant
  • Bewertung von rund 20 Milliarden Euro angestrebt
  • Bundesregierung erwägt Aktienkauf

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS macht ernst. Das Unternehmen hat die Investmentbank Lazard für den geplanten Börsengang im Jahr 2026 mandatiert. Europas Verteidigungssektor boomt. KNDS will diese hohe Nachfrage nun am Kapitalmarkt nutzen.

Der Staat mischt mit

Die Bundesregierung prüft einen weitreichenden Schritt. Berlin erwägt den Kauf eines großen Aktienpakets. Diskutiert wird sogar eine Mehrheitsbeteiligung. Die privaten deutschen Eigentümer bereiten ihren Ausstieg vor. Die Folge: Der Staat will seinen strategischen Einfluss sichern.

Vor dem Sprung aufs Parkett rücken die französischen und deutschen Töchter enger zusammen. Sie vertiefen den Technologieaustausch. Nur so kann der Konzern den weltweiten Hunger nach modernen Panzern stillen.

Milliardenbewertung in Frankfurt und Paris

Das Management plant ein Doppellisting in Frankfurt und Paris. KNDS peilt dabei eine Marktbewertung von rund 20 Milliarden Euro an. Der Streubesitz soll bei gut einem Fünftel liegen. Diese Struktur sichert die Liquidität der Aktie. Parallel dazu wahrt sie die Interessen der Gründerstaaten.

Die Bücher des Panzerbauers sind voll. Die Auftragsbestände erreichten zuletzt knapp 23,5 Milliarden Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz auf 3,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent. Der Auftragseingang schoss im selben Zeitraum um fast die Hälfte nach oben.

Frisches Kapital für neue Panzer

KNDS will mit dem frischen Geld die Produktion ausbauen. Auch die Forschung an neuen Waffensystemen profitiert. CEO Jean-Paul Alary möchte den Konzern als europäischen Marktführer für Landkampfsysteme zementieren.

Aktuell skaliert das Unternehmen die Fertigung bestehender Plattformen. Zeitgleich entwickelt eine eigene Projektgesellschaft das neue Bodenkampfsystem MGCS. Mit der Lazard-Mandatierung verlässt KNDS nun die interne Planungsphase. Die Vorbereitungen für das Jahr 2026 laufen damit auf Hochtouren.

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