Knorr-Bremse Aktie: Margenhoch erreicht

Der Bremsenhersteller steigerte 2025 die operative Profitabilität auf 13,0 Prozent und erzielte einen Rekord-Cashflow. Die Aussichten für 2026 bleiben positiv, doch Restrukturierungskosten dämpfen die Stimmung.

Kurz zusammengefasst:
  • Operative EBIT-Marge steigt auf 13,0 Prozent
  • Rekord-Cashflow von 790 Millionen Euro
  • Rail-Sparte mit Umsatz- und Margenrekord
  • Ausblick 2026: Marge soll auf 14 Prozent wachsen

Der Münchener Bremsenhersteller Knorr-Bremse legte heute die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor – und die können sich sehen lassen. Trotz schwacher Umsatzentwicklung gelang es dem MDAX-Konzern, die Profitabilität deutlich zu steigern. Das operative EBIT kletterte um 5 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro, während die operative EBIT-Marge um 70 Basispunkte auf 13,0 Prozent zulegte. Besonders stark präsentierte sich das vierte Quartal mit einer Margensteigerung auf 13,5 Prozent. Die Anleger reagierten dennoch verhalten: Im vorbörslichen Handel gab die Aktie zeitweise 0,85 Prozent auf 105,10 Euro nach.

Rail-Sparte auf Rekordkurs

Die Division Rail Services lieferte einmal mehr die Glanzleistung ab. Der Umsatz erreichte mit 4,32 Milliarden Euro einen neuen historischen Höchststand – ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber 2024. Das operative EBIT legte sogar um über 13 Prozent auf 713 Millionen Euro zu. Die Marge verbesserte sich auf 16,5 Prozent, im starken vierten Quartal sogar auf 17,0 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem die robuste Nachfrage aus Asien und Nordamerika sowie die erstmals ganzjährige Konsolidierung der 2024 übernommenen KB Signaling. Der Auftragsbestand kletterte zum Jahresende auf ein Rekordhoch von 5,58 Milliarden Euro.

Knorr-Bremse

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Truck-Sparte trotzt schwierigem Markt

Die Division Commercial Vehicle Systems musste dagegen einen Umsatzrückgang um 8,8 Prozent auf 3,50 Milliarden Euro hinnehmen. Ursächlich waren vor allem die drastisch eingebrochene Nachfrage im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt sowie die Veräußerungen der Unternehmensteile R.H. Sheppard und GT Emissions Systems. Trotzdem konnte die Sparte ihre operative EBIT-Marge stabil bei 10,4 Prozent halten. Im vierten Quartal zeigte sich sogar eine deutliche Verbesserung: Die Profitabilität sprang um 180 Basispunkte auf 11,3 Prozent nach oben. Das robuste Nachmarktgeschäft und die konsequent umgesetzten Kostenmaßnahmen im Rahmen des BOOST-Programms trugen maßgeblich dazu bei.

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Cashflow auf Rekordniveau

Besonders bemerkenswert entwickelte sich der Free Cashflow. Mit 790 Millionen Euro erreichte Knorr-Bremse einen neuen historischen Höchststand – allein im vierten Quartal flossen 471 Millionen Euro in die Kassen. Die Cash Conversion Rate lag operativ bei 131 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 113 Prozent. Diese starke Entwicklung resultierte aus dem verbesserten operativen Ergebnis und geringeren Investitionen. Die Investitionsquote sank auf 318,7 Millionen Euro, während die Forschungs- und Entwicklungsquote leicht auf 6,8 Prozent zurückging.

Ausblick enttäuscht Erwartungen

Für 2026 stellt Knorr-Bremse einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro in Aussicht. Die operative EBIT-Marge soll rund 14 Prozent erreichen – ein weiterer Anstieg gegenüber 2025. Der Free Cashflow wird zwischen 750 und 850 Millionen Euro erwartet. Allerdings kündigte der Konzern mögliche Restrukturierungskosten von bis zu 30 Millionen Euro an, um den globalen Footprint weiter zu optimieren. Diese zusätzlichen Belastungen dürften der Grund für die verhaltene Reaktion der Anleger gewesen sein. Das Ergebnis je Aktie lag 2025 mit 3,33 Euro zudem leicht unter den Analystenerwartungen von 3,50 Euro.

Das BOOST-Programm zeigt weiterhin Wirkung: Bisher hat Knorr-Bremse Unternehmensteile mit einem Umsatzvolumen von mehr als 400 Millionen Euro verkauft. Gleichzeitig investiert der Konzern gezielt in Wachstumsfelder – etwa durch die kürzlich angekündigten Übernahmen der duagon Group im Elektronikbereich und der digitalen Plattform TRAVIS Road Services für Nutzfahrzeug-Nachmarktlösungen. Ein neues KI-Zentrum in Chennai soll die Digitalisierungsstrategie vorantreiben.

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