Kone Aktie: Aktionäre genehmigen TK-Elevator-Kauf
Aktionäre von Kone geben grünes Licht für die 29,4-Milliarden-Euro-Übernahme von TK Elevator. Der Deal schafft einen neuen Branchenriesen, der den Marktführer Otis überflügeln soll.

Kurz zusammengefasst
- Aktionäre stimmen TK Elevator-Kauf zu
- Gesamtvolumen von 29,4 Milliarden Euro
- Neuer Branchenriese überflügelt Otis
- Abschluss der Transaktion für 2027 erwartet
Kone rückt dem Thron des weltgrößten Aufzugsbauers ein großes Stück näher. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Helsinki stimmten die Aktionäre dem Kauf von TK Elevator offiziell zu. Damit ist der Weg frei für eine Transaktion, die die Machtverhältnisse in der Branche grundlegend verschieben wird.
Ein 29-Milliarden-Euro-Paket
Das Gesamtvolumen der Übernahme beläuft sich inklusive Schulden auf rund 29,4 Milliarden Euro. Kone finanziert den Deal durch eine Kombination aus fünf Milliarden Euro in bar und der Ausgabe von bis zu 270 Millionen neuen B-Aktien. Parallel dazu übernimmt der Konzern Nettoverbindlichkeiten in Höhe von etwa 9,2 Milliarden Euro.
Die bisherigen Eigentümer von TK Elevator, die Finanzinvestoren Advent und Cinven, erhalten im Gegenzug etwa ein Drittel des Kapitals am fusionierten Unternehmen. Ihr Stimmrechtsanteil wird bei 18 Prozent liegen. Die Führungsebene wächst ebenfalls: Ranjan Sen und Bruno Schick ziehen neu in den nun zehnköpfigen Verwaltungsrat ein. Die Ermächtigung zur Aktienausgabe gilt flexibel bis Mitte 2031.
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Jagd auf den Marktführer Otis
Mit dem Zusammenschluss entsteht ein neuer Branchenriese, der den bisherigen Spitzenreiter Otis bei der Größe überflügeln dürfte. Die neue Einheit wird mehr als 100.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der jährliche Umsatz soll bei etwa 20,5 Milliarden Euro liegen.
Das Management rechnet durch die Bündelung der Kräfte mit jährlichen Synergieeffekten von 700 Millionen Euro. Ein Teil dieser Einsparungen soll durch gezielte Verkäufe von Unternehmensteilen in bestimmten Regionen realisiert werden. Finanzvorstand Ilkka Hara verwies darauf, dass dies notwendig sei, um kartellrechtliche Auflagen zu erfüllen.
Trotz des grünen Lichts der Aktionäre bleibt die regulatorische Prüfung die größte Hürde. Konzernchef Philippe Delorme richtet den Fokus nun auf die komplexen Genehmigungsverfahren der Wettbewerbsbehörden und die detaillierte Integrationsplanung. Mit einem Abschluss der Transaktion rechnen Marktbeobachter frühestens im zweiten Quartal 2027.
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