Koninklijke Philips Aktie: Marge schlägt Rückstellung

Philips übertraf die Margenerwartungen im dritten Quartal; eine US-Rechtsvereinbarung ließ den Nettogewinn auf 28 Millionen Euro sinken.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte, moderne industrielle Umgebung mit warmer Beleuchtung als Symbol für wirtschaftliche Erholung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Bereinigte Ebita-Marge erreicht 13 Prozent
  • Auftragseingang legt um acht Prozent zu
  • 288 Millionen Euro für US-Vereinbarung zurückgestellt
  • Jahresausblick des Vorstands bleibt unverändert

Philips hat im dritten Quartal mehr verdient, als der Markt erwartet hatte. Eine neue Rückstellung im US-Rechtsstreit drückt allerdings den Nettogewinn fast auf null. Die Aktie legte im Amsterdamer Handel zeitweise um 4,45 Prozent auf 25,61 Euro zu.

Marge deutlich über den Erwartungen

Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt lag das Plus bei drei Prozent. Der Medizintechnik-Hersteller profitierte dabei von höheren Erlösen und strikter Kostenkontrolle.

Das bereinigte Ebita kletterte von 531 auf 569 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Von Bloomberg befragte Analysten hatten lediglich 11,9 Prozent erwartet.

Auch das Auftragsgeschäft entwickelte sich robust. Der vergleichbare Auftragseingang wuchs um acht Prozent, getragen von der Sparte Diagnosis & Treatment. Der Gewinn je ADR-Aktie lag bei 0,45 Dollar und damit 6 Cent über der Konsensschätzung. Beim Umsatz blieb der ADR-Wert mit 4,99 Milliarden Dollar knapp unter den erwarteten 5,02 Milliarden.

288 Millionen Euro für den Rechtsstreit

Im Streit um fehlerhafte Schlafapnoe- und Beatmungsgeräte kam Philips voran. Das Unternehmen traf eine Grundsatzvereinbarung mit dem US-Justizministerium, die straf- und zivilrechtliche Untersuchungen betrifft. Dafür legt der Konzern 288 Millionen Euro zurück.

Die Rückstellung belastet das Ergebnis sichtbar: Der Nettogewinn sank von 187 auf 28 Millionen Euro. Bereits 2024 hatte sich Philips in den USA nach jahrelangem Streit auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt. Die jüngste Vereinbarung schließt damit ein weiteres Kapitel der Altlasten ab, wenngleich sie das Quartal einmalig trübt.

Prognose bleibt bestehen

Der Vorstand hält an der Jahresprognose fest. Die operative Verbesserung bei der Marge spricht dafür, dass die Kostendisziplin greift. Die Börse honoriert das nach der jüngsten Erholungsrally mit weiteren Aufschlägen. Entscheidend ist nun, ob Philips die Marge von 13 Prozent im Schlussquartal halten kann, ohne dass neue Rechtskosten das Bild erneut eintrüben.

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Koninklijke Philips Aktie

25,38 EUR

+ 0,85 EUR +3,47 %
KGV 21,08
KUV 1,19
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 3,50 %
Marktkapitalisierung 24,58 Mrd. EUR
ISIN: NL0000009538 WKN: 940602

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