Kontron Aktie: Morgan Stanley auf 8,43 Prozent
US-Bank Morgan Stanley stockt Beteiligung auf 8,43 Prozent auf. Analysten sehen trotz Übernahmeangebots von Ennoconn weiteres Kurspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Morgan Stanley erhöht Stimmrechtsanteil
- Ennoconn bietet 23,50 Euro je Aktie
- Analysten bestätigen Kaufempfehlung
- Aktie notiert unter Angebotsmarke
Der IoT-Spezialist Kontron sorgt für Bewegung unter Großinvestoren. Während der taiwanesische Großaktionär Ennoconn ein Pflichtangebot vorbereitet, baut nun ein US-Finanzriese seine Position aus.
Morgan Stanley hat seinen Anteil an Kontron aufgestockt. Wie aus aktuellen Stimmrechtsmitteilungen hervorgeht, hält das Bankhaus nun 8,43 Prozent der Stimmrechte. Zuvor waren es 8,15 Prozent.
Der Großteil davon – 8,20 Prozent – entfällt auf Finanzinstrumente und Wertpapierleihgeschäfte. Nur 0,23 Prozent hält Morgan Stanley direkt über Aktien. Das spricht für eine hohe Liquidität des Papiers und reges Interesse institutioneller Anleger.
Angebot unter dem inneren Wert
Hintergrund der verstärkten Aktivitäten ist die Übernahmesituation. Ennoconn hatte im Juni ein Pflichtangebot zu 23,50 Euro je Aktie angekündigt. Der Großaktionär hatte zuvor die Schwelle von 30 Prozent der Stimmrechte überschritten.
Analysten von Warburg Research sehen den fairen Wert von Kontron deutlich über diesem Preis. Sie bestätigten ihre Kaufempfehlung und verwiesen auf die stabilen Wachstumsaussichten in den Bereichen Software und IoT-Lösungen.
Der Aktienkurs liegt mit 23,06 Euro aktuell unter der Angebotsmarke. Der RSI von 46,7 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situation. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 1,62 Prozent zu Buche. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 16,69 Euro beträgt 38 Prozent – ein komfortables Polster.
Bleibt die Frage, ob weitere institutionelle Investoren dem Beispiel von Morgan Stanley folgen. Oder ob das Pflichtangebot von Ennoconn den Kurs mittelfristig deckelt. Die nächsten Wochen dürften zeigen, wohin die Reise geht.
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