KOSPI: 5,3-Prozent-Absturz auf 6.448 Punkte
Südkoreas Leitindex KOSPI schließt nach heftigen Schwankungen im Plus. Starke Käufe bei Samsung und SK Hynix drehten den Markt.

Kurz zusammengefasst
- KOSPI erholt sich nach Tagesverlust von 5,3 Prozent
- Samsung und SK Hynix treiben Index ins Plus
- Regierung hebt Wachstumsprognose auf 3,0 Prozent an
- Südkoreanischer Won erreicht Zwei-Monats-Hoch
Südkoreas Leitindex KOSPI erlebte am Dienstag eine extreme Achterbahnfahrt. Nach einem Absturz in der ersten Handelshälfte fingen massive Käufe im Chipsektor den Markt wieder auf.
Der Handelstag begann unter hohem Verkaufsdruck. Der Index sackte am Vormittag um 5,3 Prozent auf ein Tagestief von 6.448 Punkten ab. Damit erreichte das Barometer den niedrigsten Stand seit April.
Am Nachmittag drehte die Stimmung durch den Einstieg ausländischer Investoren. Der KOSPI kletterte schließlich auf einen Schlusskurs von 6.856,83 Zählern. Das entspricht einem Tagesplus von 0,73 Prozent.
Das Chip-Duo rettet den Index
Die Erholung hing fast vollständig an den beiden Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix. Diese Konzerne machen mittlerweile rund 60 Prozent der Index-Gewichtung aus. Während Samsung um 3,63 Prozent zulegte, drehte SK Hynix nach einem frühen Kurseinbruch ins Plus und schloss 3,74 Prozent höher.
Trotz der Erholung blieb die Marktbreite schwach. Im Blue-Chip-Segment standen lediglich 13 Gewinner insgesamt 136 Verlierern gegenüber. Besonders Banken und Automobilwerte belasteten das Gesamtbild.
Wachstumshoffnung stützt den Won
Positive Impulse lieferte das südkoreanische Finanzministerium. Die Regierung hob die Wachstumsprognose für 2026 auf 3,0 Prozent an. Als Grund nannten die Experten den anhaltenden Boom bei KI-Infrastruktur.
Parallel dazu wertete der südkoreanische Won deutlich auf. Die Währung erreichte gegenüber dem US-Dollar ein Zwei-Monats-Hoch. Dennoch bleibt die technische Lage des Aktienmarktes angespannt. Der Index notiert weiterhin rund 25 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Juni.
Mit einer annualisierten Volatilität von 64 Prozent und einem RSI von 33,3 zeigt der Markt eine extrem hohe Nervosität. Hält die Unterstützung bei 6.448 Punkten nicht, droht ein Rückfall in Richtung des Jahrestiefs. Die erste signifikante Hürde nach oben liegt bei 6.979 Punkten, dicht gefolgt von der psychologischen Marke bei 7.000 Zählern.
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