Kraft Heinz Aktie: Berkshire zieht Konsequenzen

Berkshire Hathaway hat den Wert seiner Kraft-Heinz-Beteiligung um Milliarden abgeschrieben und prüft einen Verkauf. Der Lebensmittelkonzern kämpft mit Umsatzrückgang und Analysten senken ihre Prognosen.

Redaktion Stock-World ·
Kraft Heinz Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Milliardenschwere Wertberichtigung durch Berkshire Hathaway
  • Umsatzrückgang bei Kraft Heinz im letzten Quartal
  • Analysten korrigieren Kursziele und Gewinnprognosen
  • Hohe Dividendenrendite hält andere Investoren

Berkshire Hathaway macht ernst. In seinem ersten Aktionärsbrief als neuer CEO bestätigt Greg Abel massive Probleme mit einem der prominentesten Investments der Warren-Buffett-Ära: Kraft Heinz. Die Bewertung wurde drastisch korrigiert – und ein Ausstieg scheint nicht mehr ausgeschlossen.

Die Abschreibung spricht Bände

In dem am 28. Februar 2026 veröffentlichten Schreiben legt Abel offen, was viele bereits vermuteten: Die Rendite aus dem Kraft-Heinz-Engagement liegt „weit unter einem akzeptablen Niveau“. Konkret schrieb Berkshire bereits 2025 insgesamt 3,76 Milliarden Dollar auf die Position ab – ein ungewöhnlicher Schritt für ein Unternehmen, das für seine langfristige Buy-and-Hold-Strategie bekannt ist.

Die Investmentholding hält nach wie vor 325 Millionen Aktien im Wert von rund 7 Milliarden Dollar. Doch eine aktuelle Pflichtmitteilung deutet darauf hin, dass Berkshire einen Verkauf prüft. Für ein Unternehmen, das seine Beteiligungen normalerweise jahrzehntelang hält, ist dies ein bemerkenswertes Signal.

Operative Schwäche belastet

Die Zahlen des Lebensmittelkonzerns geben wenig Anlass zur Hoffnung. Im vierten Quartal 2025 sank der Umsatz um 3,4 Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar. Zwar übertraf das bereinigte Ergebnis je Aktie mit 0,67 Dollar die Analystenschätzung von 0,61 Dollar – doch für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management lediglich 1,98 bis 2,10 Dollar je Aktie in Aussicht.

Analysten reagierten bereits mit Kurszielkürzungen. Mizuho senkte das Ziel von 27 auf 25 Dollar, Zacks Research korrigierte die Gewinnprognose für das zweite Quartal 2026 von 0,68 auf 0,51 Dollar je Aktie. Die Erwartungen für das Gesamtjahr liegen nun bei 2,06 Dollar.

Andere Investoren bleiben an Bord

Während Berkshire zweifelt, positionieren sich andere Institutionelle weiterhin. Mitsubishi UFJ Asset Management stockte sein Engagement im dritten Quartal um 6,8 Prozent auf und hält nun über 2,1 Millionen Aktien im Wert von knapp 56 Millionen Dollar. Insgesamt befinden sich 78,17 Prozent der Anteile in institutionellen Händen.

Die Dividende von 0,40 Dollar je Quartal bleibt bestehen und bietet auf Jahresbasis eine Rendite von 6,5 Prozent – ein Faktor, der konservative Investoren trotz der operativen Herausforderungen an Bord halten könnte.

Der Titel notiert bei 20,84 Euro und liegt damit rund 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Ende März 2025. Ob die Dividende allein ausreicht, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Berkshires nächste Schritte dürften dabei richtungsweisend sein.

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Kraft Heinz Aktie

20,72 EUR

+ 0,37 EUR +1,82 %
KGV —
KUV 1,05
Sektor Verbraucher defensiv
Div.-Rendite 7,13 %
Marktkapitalisierung 26,06 Mrd. USD
Ø Kursziel 25,15 USD
ISIN: US5007541064 WKN: A14TU4

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