Kraft Heinz Aktie: Management schraubt die Prognose hoch

Für 2026 setzt Kraft Heinz höhere Ziele beim bereinigten Gewinn je Aktie und verkauft sein nordamerikanisches Kaffeegeschäft.

Redaktion Stock-World ·
Kraft Heinz Logo auf dunkler Fläche über einem Fließband mit Ketchupflaschen in einer Fabrik. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Quartalsgewinn je Aktie sinkt um 13,1 Prozent
  • Umsatz geht im dritten Quartal zurück
  • Kaffeeverkauf für 650 Millionen Dollar geplant
  • Verwaltungsrat beschließt Quartalsdividende von 0,40 Dollar

Kraft Heinz hebt die Jahresziele an, obwohl das dritte Quartal beim Gewinn klar schwächer ausfiel als 2025. Parallel trennt sich der Konzern von seinem Kaffeegeschäft in Nordamerika. Vorbörslich legte die Aktie zuletzt gut drei Prozent auf 25,29 Dollar zu.

Zahlen mit Licht und Schatten

Der Umsatz sank im Quartal um 2,0 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar, organisch lag das Minus bei 1,1 Prozent. Die Preise blieben insgesamt stabil. Belastet hat vor allem das Volumen in Nordamerika, besonders bei Fleisch, Soßen und Erfrischungsgetränken.

Beim Ertrag fiel der Rückgang deutlicher aus. Das bereinigte operative Ergebnis sank um 15,2 Prozent auf 0,9 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,53 Dollar, ein Minus von 13,1 Prozent. Der Konzern nennt höhere Beschaffungs- und Logistikkosten, steigende variable Vergütungen und mehr Werbeausgaben als Gründe.

CEO Steve Cahillane sieht den Plan zur Sanierung des US-Geschäfts dennoch auf Kurs. Marktanteile, Umsatz und Volumen entwickelten sich in jeder Region besser als im Vorjahr.

Höhere Ziele, Kaffee raus

Für 2026 erwartet Kraft Heinz nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,07 bis 2,13 Dollar, zuvor waren es 2,03 bis 2,09 Dollar. Beim organischen Umsatz rechnet das Management mit einem Minus von 0,5 bis 1,25 Prozent.

Angehoben wurde damit nur das untere Ende der Spanne. Das bereinigte operative Ergebnis soll währungsbereinigt um 16 bis 18 Prozent sinken, auch weil rund 700 Millionen Dollar zusätzlich in die Marken fließen.

Beim Kaffee geht der Konzern einen klaren Schnitt. Maxwell House, Gevalia, Yuban, Tassimo und weitere Marken gehen an eine Gesellschaft von One Rock Capital Partners. Der Unternehmenswert liegt bei 650 Millionen Dollar. Kraft Heinz behält 30 Prozent ohne Kontrollrechte. Der Abschluss ist für Mitte 2027 geplant und steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Der Verkauf soll Ressourcen auf die wichtigsten Marken konzentrieren.

Dividende bleibt

Der Verwaltungsrat hat die reguläre Quartalsdividende von 0,40 Dollar je Aktie beschlossen. Sie wird am 23. Dezember 2026 an die Aktionäre gezahlt, die am 4. Dezember im Register stehen. Aktienrückkäufe gab es im Quartal nicht. Der Konzern setzt auf Investitionen, die Dividende und den Schuldenabbau.

Die Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen ruht derzeit. Mit dem Kaffeeverkauf verfolgt Kraft Heinz stattdessen den Weg über Portfoliobereinigung. Die nächsten Zahlen zeigen, ob die zusätzlichen Markeninvestitionen das Volumen in Nordamerika stabilisieren.

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Kraft Heinz Aktie

22,88 EUR

+ 0,97 EUR +4,45 %
KGV —
KUV 1,05
Sektor Verbraucher defensiv
Div.-Rendite 6,57 %
Marktkapitalisierung 28,86 Mrd. USD
Ø Kursziel 25,15 USD
ISIN: US5007541064 WKN: A14TU4

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