Kraft Heinz steht vor einem entscheidenden Jahr. Mit Steve Cahillane übernahm gestern, am 1. Januar 2026, ein neuer CEO das Ruder – und seine erste Aufgabe ist eine der größten Umstrukturierungen der Lebensmittelindustrie. Der ehemalige Kellanova-Chef muss den Konzern in zwei eigenständige Unternehmen aufspalten. Die Aktie beendete 2025 mit einem Minus von rund 21 Prozent.
Zwei Unternehmen statt eines
Die Aufspaltung teilt Kraft Heinz entlang einer klaren Logik: Wachstum gegen Stabilität. Die Global Taste Elevation Co. bündelt die Marke Heinz und weitere Gewürz- und Saucenprodukte – ein Portfolio mit etwa 15,4 Milliarden Dollar Jahresumsatz, das international expandieren soll. Cahillane wird diese Einheit nach der Trennung führen.
Die North American Grocery Co. umfasst hingegen reife Marken wie Oscar Mayer, Lunchables und Kraft Mac & Cheese. Mit rund 10,4 Milliarden Dollar Umsatz soll sie konstanten Cashflow liefern, kämpft aber mit hartem Wettbewerb durch Handelsmarken. Für diesen Bereich sucht der Vorstand noch einen separaten CEO.
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Warum die Aktie unter Druck stand
Das vergangene Jahr war schwierig. Verbraucher reagieren zunehmend preissensibel nach der Inflationswelle, das Volumengeschäft leidet. Hinzu kommt ein unerwarteter Faktor: GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion dämpfen die Nachfrage nach verarbeiteten Lebensmitteln. Die Bewertung von Kraft Heinz blieb hinter Wettbewerbern wie Mondelez oder PepsiCo zurück – Analysten empfehlen mehrheitlich „Halten“, da die Risiken während der Umstrukturierung hoch sind.
Carlos Abrams-Rivera, der bisherige CEO, bleibt bis 6. März 2026 beratend an Bord, um die Übergabe zu begleiten.
Ausblick: Alles hängt an der Umsetzung
Die Aufspaltung soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein. Cahillane muss beweisen, dass er aus zwei schwächelnden Teilen zwei funktionierende Unternehmen formen kann – bei Kellanova hatte er bereits eine ähnliche Trennung erfolgreich umgesetzt. Konkrete Zahlen werden für das vierte Quartal 2025 erwartet, wenn das Unternehmen seine Ergebnisse vorlegt. Bis dahin bleibt die Frage, ob die neue Struktur ausreicht, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
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