Kraft Heinz Aktie: Underperform nach Bernstein-Urteil
Trotz operativer Überraschung im ersten Quartal stufen Experten die Kraft Heinz Aktie herab. Die hohe Dividendenrendite lockt, doch die Skepsis wächst.

Kurz zusammengefasst
- Bernstein stuft Aktie auf Underperform herab
- Gewinn je Aktie übertrifft Erwartungen
- Dividendenrendite von rund 7,1 Prozent
- Kurs seit Jahresbeginn im Minus
Kraft Heinz kämpft an mehreren Fronten. Während die hohe Dividende lockt, ziehen namhafte Analysten die Reißleine. Die Skepsis am Markt wächst, obwohl die jüngsten Geschäftszahlen eigentlich positiv überraschten.
Analysten gehen auf Distanz
Die Experten von Bernstein haben die Aktie herabgestuft. Das neue Urteil lautet „Underperform“, das Kursziel sinkt auf 21 Dollar. Damit verfestigt sich ein Trend. Der aktuelle Konsens der Marktbeobachter rät inzwischen zum Verkauf des Titels.
Der Konzern steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss jüngere Käufergruppen wie die Generation Z für sich gewinnen. Parallel dazu investiert das Management massiv in die digitale Transformation.
Lichtblick bei den Quartalszahlen
Operativ lieferte Kraft Heinz zuletzt ab. Im ersten Quartal lag der Gewinn je Aktie bei 0,58 Dollar. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen um acht Cent. Der Umsatz erreichte derweil 6,05 Milliarden Dollar.
Für viele Investoren bleibt die Ausschüttung das Kernargument. Die Quartalsdividende beträgt 0,40 Dollar. Daraus errechnet sich eine Rendite von etwa 7,1 Prozent. Das ist einer der höchsten Werte im gesamten NASDAQ 100.
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Gemischtes Bild bei Großanlegern
Institutionelle Investoren sind sich uneinig. Die Bank of New York Mellon hat ihre Position zuletzt um gut 15 Prozent ausgebaut. Auch Prudential PLC kaufte kräftig zu. Andere Adressen reduzierten hingegen ihre Bestände deutlich.
An der Börse bleibt die Lage angespannt. Am Freitag stieg der Kurs zwar um 1,47 Prozent auf 19,62 Euro. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie jedoch fast sechs Prozent an Wert. Das Papier handelt damit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 20,78 Euro.
Im Spätsommer folgen die nächsten Quartalsberichte. Der Fokus liegt dann auf der Entwicklung der Bruttomargen im kompetitiven Umfeld. Kraft Heinz muss zeigen, dass die Kosten für den Umbau das Ergebnis nicht dauerhaft belasten.
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