Kraft Heinz steht vor einem Scheideweg. Während das Unternehmen seine geplante Aufspaltung vorantreibt, deutet sich gleichzeitig der Ausstieg des größten Anteilseigners an – Warren Buffetts Berkshire Hathaway. Für die Aktie, die bereits seit Monaten unter Druck steht, könnte das weitreichende Folgen haben.
Die geplante Trennung
Am 2. September 2025 kündigte Kraft Heinz offiziell an, sein Global Sauces-Geschäft – inklusive der Marke Heinz Ketchup – vom nordamerikanischen Lebensmittelgeschäft abzuspalten. Damit macht das Management faktisch Teile der Mega-Fusion von 2015 rückgängig.
Die Strategie folgt einem Muster, das bereits andere Lebensmittelkonzerne wie Kellogg gewählt haben: Die schneller wachsende internationale Saucen-Sparte soll vom stagnierendem US-Geschäft getrennt werden, um Wert für Aktionäre freizusetzen. Hintergrund sind veränderte Konsumgewohnheiten und ein schwieriges inflationäres Umfeld, das auf den Kurs drückt.
Berkshire reduziert Position
Parallel bewegt sich der prominenteste Investor. Unterlagen vom Januar 2026 zeigen, dass Berkshire Hathaway unter CEO Greg Abel seine bedeutende Beteiligung an Kraft Heinz reduzieren will.
Berkshire hielt historisch einen substanziellen Anteil am Konzern. Der Abbau dieser Position wird von Analysten als wegweisender Schritt gewertet – er erhöht zwar den Streubesitz, entzieht der Aktie aber einen langjährigen Stabilitätsanker. Die Bewegung fügt sich in umfassendere Portfolio-Anpassungen bei Berkshire ein.
Bewertung und Ausblick
Die Aktie schloss am 31. Januar 2026 bei 23,74 US-Dollar – ein Minus von rund 21 Prozent auf Jahressicht. Damit gehört Kraft Heinz zu den Nachzüglern im Basiskonsumgüter-Sektor, verglichen mit Wettbewerbern wie McCormick oder General Mills.
Dennoch sehen Bewertungsmodelle Potenzial: Eine Discounted-Cash-Flow-Analyse schätzt den inneren Wert deutlich höher ein als den aktuellen Kurs, was auf eine Unterbewertung hindeuten könnte.
Die institutionellen Anleger bleiben gespalten. Great Lakes Advisors stockte im dritten Quartal 2025 um 46,4 Prozent auf, während Eliot Finkel Investment Counsel seine Position um fast ein Drittel reduzierte.
Der Analystenkonsens tendiert zu „Reduzieren“ oder „Halten“ – ein Ausdruck der Skepsis angesichts der Risiken, die eine derart umfassende Unternehmensaufspaltung mit sich bringt. In den kommenden Wochen dürften Details zur Umsetzung der Trennung und zum Tempo des Berkshire-Ausstiegs entscheidend werden.
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