Kraken Robotics Aktie: 320-Millionen-Prognose für 2026
Kraken Robotics erwartet 2026 mehr Umsatz und 60 Prozent Bruttomarge, während Quartalsgewinn und Aktienkurs zuletzt nachgaben.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzziel auf 290 bis 320 Millionen Dollar angehoben
- Bruttomarge von 60 Prozent angestrebt
- Covelya-Kauf für 615 Millionen abgeschlossen
- Aktie seit Jahresbeginn 20 Prozent schwächer
Der kanadische Spezialist für Unterwassertechnologie Kraken Robotics sorgt mit einer optimistischen Prognose für Aufsehen unter Anlegern. Während der Konzern operativ insbesondere durch das Geschäft mit Unterwasser-Batterien und neue Service-Verträge wächst, rückt die langfristige Umsatzplanung in den Fokus.
Das Unternehmen hat seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 nach oben korrigiert und strebt nun einen Jahresumsatz zwischen 290 Millionen und 320 Millionen US-Dollar an. Für die Bruttomarge wird im laufenden Jahr ein Zielwert von 60 Prozent ausgegeben.
Analysten sehen massives Aufwärtspotenzial
Die Analysten von Seeking Alpha bewerten die Aktie aktuell mit „Buy“ und rufen ein Kursziel von 8,80 US-Dollar bis Ende 2026 aus. Dies entspräche einer deutlichen Steigerung gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
Als wesentlicher Treiber für diese Einschätzung gilt das starke Wachstum im Bereich der maritimen Energieversorgung. Das Unternehmen konnte im vergangenen Jahr bereits eine Bruttomarge von 62 Prozent erzielen und festigt seine Marktposition durch spezialisierte Lösungen für die Tiefsee.
Die positiven Ausblicke stehen im Kontrast zu den zuletzt veröffentlichten Quartalsergebnissen. Vor gut einer Woche meldete Kraken Robotics für das zweite Quartal einen Umsatz von 27,3 Millionen kanadischen Dollar, was einem Zuwachs von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Gleichzeitig sank das bereinigte Nettoergebnis auf 0,8 Millionen kanadische Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch 1,3 Millionen kanadische Dollar erzielt worden waren. Dieser Rückgang wird unter anderem mit den Investitionen in das künftige Wachstum begründet.
Neue Großaufträge und strategische Zukäufe
Ein wesentlicher Baustein der Expansionsstrategie ist der Zukauf der Covelya Group für 615 Millionen kanadische Dollar, der vor über einem Monat abgeschlossen wurde. Diese Übernahme soll die technologische Basis verbreitern und Synergien im Bereich der autonomen Unterwassersysteme schaffen.
Parallel dazu konnte das Unternehmen ein neues Rahmenabkommen (Master Service Agreement) mit einem weiteren Kunden für sogenannte XL-UUVs abschließen. Dabei handelt es sich um extra-große unbemannte Unterwasserfahrzeuge, die für langfristige Missionen in großen Tiefen konzipiert sind.
An der Börse spiegelte sich die operative Zuversicht zuletzt nur bedingt wider. Am gestrigen Freitag schloss das Papier bei 3,19 Euro. Damit notiert die Aktie aktuell rund 14 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt, was die kurzfristige Schwächephase verdeutlicht.
Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert ein Minus von 20 Prozent, womit er sich deutlich von seinen Jahreshöchstständen im März entfernt hat. Anleger beobachten nun genau, ob die angehobene Prognose für das kommende Jahr ausreicht, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten.
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