Krones Aktie: 36.000 Flaschen pro Stunde im Test
Krones testet eine neue Anlagengeneration mit höherem Durchsatz. Trotz operativer Fortschritte belasten Umsatzrückgang und Kursverluste die Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Rüstzeitverkürzung auf zehn Minuten
- Neue Führungsspitze im Juni installiert
- Umsatzminus von über zwei Prozent
- Aktie nahe 52-Wochen-Tief notiert
Ein neuer Maschinenprototyp bei der Brauerei Auerbräu in Rosenheim zeigt, was technisch möglich ist: Die Rüstzeit sinkt von 30 auf 10 Minuten, der Durchsatz steigt um 8.000 Flaschen pro Stunde. Krones testet dort eine neue Anlagengeneration mit einer Kapazität von 36.000 Flaschen pro Stunde. Die Investition liegt im niedrigen siebenstelligen Euro-Bereich. Nach erfolgreicher Testphase soll die Maschine weltweit vermarktet werden.
Parallel dazu hat sich an der Unternehmensspitze etwas getan. Thomas Ricker übernahm im Juni den Vorstandsvorsitz von Christoph Klenk. Auch im Werksmanagement gibt es einen Wechsel: Dr. Martin Pitsch folgt auf Dr. Helmut Schwarz.
Die positive operative Entwicklung steht in einem Spannungsfeld zur aktuellen Geschäftslage. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz um 2,19 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie fiel von 2,40 auf 2,17 Euro. Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem EPS von 10,35 Euro.
An der Börse bekommt Krones die konjunkturelle Eintrübung deutlich zu spüren. Die Aktie notierte zuletzt bei 114,20 Euro. Das sind fast 21 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 144,20 Euro. Seit Jahresanfang verlor das Papier knapp 16 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 126,85 Euro, der RSI bei 45,7 Punkten – neutral, aber ohne Aufwärtsimpuls.
Die Dividende stieg derweil von 2,60 auf 2,80 Euro je Aktie. Das entspricht einem Plus von 7,7 Prozent.
Die entscheidende Frage für die kommenden Monate: Lassen sich die Effizienzgewinne aus der neuen Technik in höhere Margen übersetzen? Der Aktienkurs notiert nur 5,55 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 108,20 Euro. Die Messlatte für die neue Führung liegt hoch.
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