Krones Aktie: Marge trotzt Umsatzflaute
Nach neun Monaten wächst das EBITDA, während Krones die Erlöserwartung für 2026 und die Ziele für 2028 reduziert.

Kurz zusammengefasst
- EBITDA steigt um 5,2 Prozent
- Marge erreicht 11,1 Prozent
- Umsatzziel für 2026 gesenkt
- Mittelfristziele für 2028 angepasst
Weniger Wachstum, mehr Ertrag: Krones hat für die ersten neun Monate 2026 ein gemischtes Bild vorgelegt. Die Profitabilität steigt, doch der Konzern kappt zugleich seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Mittelfristig schraubt er auch die Ziele für 2028 herunter.
Gewinn wächst schneller als der Umsatz
Der Umsatz blieb mit rund 4,1 Milliarden Euro nahezu stabil. Währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 0,8 Prozent. Das EBITDA legte dagegen um 5,2 Prozent auf 453,1 Millionen Euro zu.
Die berichtete EBITDA-Marge kletterte auf 11,1 Prozent, nach 10,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Ein Teil davon geht auf Rückerstattungen von US-Zöllen zurück. Ohne diesen Effekt liegt die Marge bei 10,8 Prozent, also immer noch über dem Vorjahr.
Der Auftragseingang stieg um 2,9 Prozent auf 4,22 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand wuchs um 3,0 Prozent auf 4,31 Milliarden Euro und liefert damit ein solides Polster für die kommenden Quartale.
Cashflow bleibt Schwachpunkt
Schwächer sieht es beim Free Cashflow ohne M&A aus. Nach neun Monaten steht ein Minus von 5,0 Millionen Euro zu Buche, nach einem Plus von 80,2 Millionen Euro im Vorjahr. Im dritten Quartal drehte der Wert allerdings auf plus 25,8 Millionen Euro.
Die Bilanz bleibt robust. Die Nettoliquidität stieg Ende September auf 410,2 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote auf 44,8 Prozent. Der ROCE erreichte 17,6 Prozent.
Prognose gesenkt, Marge bestätigt
Beim Umsatz rechnet der Vorstand für 2026 nur noch mit währungsbereinigtem Wachstum von 1 bis 2 Prozent. Zuvor standen 3 bis 5 Prozent im Plan. Die Ziele für die EBITDA-Marge von 10,7 bis 11,1 Prozent und den ROCE von 19 bis 20 Prozent bleiben unverändert.
Auch das Mittelfristziel wurde angepasst. Für 2028 peilt Krones nun einen Umsatz von 6,0 bis 6,2 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 11 bis 12 Prozent an. Der ROCE soll weiterhin über 20 Prozent liegen.
An der Börse gab die Aktie am Morgen um 1,13 Prozent nach, der MDAX verlor 1,77 Prozent. Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von knapp 8 Prozent. Heute findet die Telefonkonferenz zu den Q3-Zahlen statt. Dort dürfte das Management erläutern, wie es die Marge trotz schwächerem Umsatz und negativem Neunmonats-Cashflow auf Zielkurs halten will.
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