Krones Aktie: Zoll-Rückerstattung als Trostpflaster?
Krones reduziert die Wachstumsziele für 2026 und 2028, hält aber an den Rentabilitätsprognosen für das laufende Jahr fest.

Kurz zusammengefasst
- DZ Bank senkt fairen Wert auf 131 Euro
- Berenberg reduziert Kursziel auf 158 Euro
- Umsatzwachstum 2026 nur noch bei ein bis zwei Prozent erwartet
- Vorläufiger Neunmonatsumsatz bei rund 4,1 Milliarden Euro
Die DZ Bank hat den fairen Wert für Krones am 23. Oktober von 160 auf 131 € gesenkt. Medienberichten zufolge beließ das Analysehaus die Einstufung zugleich auf „Kaufen“.
Auch Berenberg reduzierte am 23. Oktober das Kursziel, und zwar von 164 auf 158 €. Die Kaufempfehlung blieb Medienberichten zufolge ebenfalls bestehen. Beide Häuser nahmen damit ihre Bewertungsansätze zurück, ohne ihre positive Einstufung des Unternehmens aufzugeben.
Weniger Wachstum, bestätigte Rentabilität
Krones hatte am 22. Oktober die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum im laufenden Jahr gesenkt. Statt der bisherigen Spanne von 3–5 % erwartet das Unternehmen für 2026 nur noch 1–2 %.
Die Rentabilitätsprognose für das laufende Jahr bestätigte Krones dagegen: Die EBITDA-Marge soll weiterhin 10,7–11,1 % erreichen. Auch die erwartete Kapitalrendite, gemessen am ROCE, bleibt unverändert bei 19–20 %.
Zugleich korrigierte das Unternehmen seine längerfristigen Ziele. Für 2028 strebt Krones einen Umsatz von 6,0–6,2 Mrd. € an. Zuvor hatte das Umsatzziel bei rund 7 Mrd. € gelegen.
Auch beim längerfristigen Margenziel fällt der Anspruch niedriger aus. Die angestrebte EBITDA-Marge für 2028 liegt jetzt bei 11–12 % statt zuvor 11–13 %.
Vorläufiges Ergebnis mit positivem Sondereffekt
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Krones vorläufig einen Umsatz von rund 4.100 Mio. €. Währungsbereinigt lag der Umsatz nach Unternehmensangaben bei rund 4.140 Mio. €.
Das EBITDA betrug im selben Zeitraum voraussichtlich 453 Mio. €. Darin enthalten war ein positiver Ergebniseffekt von etwa 10 Mio. € aus der Rückerstattung von US-Zöllen.
Die Veröffentlichung der Mitteilung zum dritten Quartal 2026 plant Krones für den 6. November.
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