Kupfer: Preise unter Druck

Kupfernotierungen korrigieren trotz steigender Lagerbestände, während die KI-Industrie die Nachfrage ankurbelt. Große Bergbaukonzerne positionieren sich für langfristiges Wachstum.

Kurz zusammengefasst:
  • Lagerbestände erreichen höchsten Stand seit elf Monaten
  • KI-Branche treibt Nachfrage um 30 Prozent an
  • Großkonzerne wie Glencore und BHP investieren massiv
  • Chilenischer Produzent Codelco drosselt die Förderung

Der Kupfermarkt durchläuft derzeit eine spürbare Korrekturphase. Während steigende Lagerbestände und makroökonomischer Gegenwind die Notierungen belasten, sorgt der massive Hunger der KI-Industrie nach dem Metall für ein gespaltenes Marktbild. Kann die fundamentale Nachfrage den aktuellen Abwärtstrend bald stoppen?

Lagerbestände auf Elfmonatshoch

Zum Ende der vergangenen Handelswoche setzten die Kupferpreise ihren Abwärtstrend fort. Ein erstarkter US-Dollar und deutlich steigende Vorräte an der London Metal Exchange (LME) drücken auf die Stimmung. Mit 1,10 Millionen Tonnen haben die globalen Reserven ein Elfmonatshoch erreicht. Trotz dieser hohen Bestände berichten Händler in Europa und Asien vereinzelt von physischer Knappheit, was auf eine ungleiche Verteilung im Markt hindeutet.

Kupfermarkt

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Zuletzt notierte der Wert bei 5,87 USD, womit das Metall die dritte Verlustwoche in Folge verbuchte. Seit dem Rekordhoch von 6,28 USD Ende Januar hat sich der Preis damit moderat abgekühlt. Marktbeobachter führen dies primär auf Gewinnmitnahmen und eine zurückhaltende Nachfrage aus China rund um das dortige Neujahrsfest zurück.

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Strategische Weichenstellungen der Konzerne

Während die Preise kurzfristig korrigieren, positionieren sich die großen Bergbaukonzerne für einen langfristig steigenden Bedarf. Glencore sicherte sich jüngst den Landzugang für die Kamoto Copper Company im Kongo, um dort eine jährliche Produktion von 300.000 Tonnen zu gewährleisten. Auch BHP erweitert sein Portfolio und investiert 20 Millionen USD in das San Manuel-Projekt in Arizona, um dort einen neuen regionalen Kupfer-Hub aufzubauen.

Demgegenüber stehen Produktionskürzungen bei staatlichen Schwergewichten. Der chilenische Produzent Codelco drosselt die Förderung in der El Teniente-Mine aufgrund technischer Nachwirkungen eines Unfalls auf rund 300.000 Tonnen jährlich. Diese Verknappung auf der Angebotsseite trifft auf einen rasant wachsenden Bedarf durch den Ausbau von KI-Rechenzentren. Branchenexperten kalkulieren für dieses Segment im laufenden Jahr mit einem Verbrauchsplus von 30 Prozent auf etwa 475.000 Tonnen Kupfer.

Ausblick und charttechnische Lage

Die aktuelle Schwächephase führt den Kurs nah an seinen 50-Tage-Durchschnitt von 5,85 USD heran. Sollte diese Marke unterschritten werden, rückt das 52-Wochen-Tief bei 4,93 USD wieder stärker in das Blickfeld der Marktteilnehmer. Entscheidend für die nächsten Tage wird sein, ob die chinesische Industrie nach den Feiertagen mit neuen Impulsen an den Markt zurückkehrt und die hohen Lagerbestände abgebaut werden können. Am 29. Februar werden neue Daten zu den globalen Exportmengen erwartet, die weiteren Aufschluss über die tatsächliche physische Nachfrage geben dürften.

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