L’Air Liquide Aktie: Elektronik-Turbo?
Air Liquide startete Aktienrückkäufe und bestätigte Margenziele; das Elektronikgeschäft wuchs im dritten Quartal um 12 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Citi setzt Kursziel auf 209 Euro
- Erste Rückkaufphase umfasst bis zu eine Milliarde Euro
- Quartalsumsatz steigt vergleichbar um drei Prozent
- Elektronikgeschäft wächst um zwölf Prozent
Citi hat gestern Medienberichten zufolge das Kursziel für Air Liquide von 198 auf 209 Euro angehoben und die Kaufempfehlung beibehalten. Die Analystenaktion folgt auf die Quartalszahlen und den Start der ersten Tranche des Aktienrückkaufprogramms.
Heute steigt die Aktie um 2,0% auf 185,82 €. Damit erreicht sie ihr 52-Wochen-Hoch.
Rückkauf zur Einziehung der Aktien
Air Liquide unterzeichnete das Mandat für die erste Phase seines Rückkaufprogramms. Sie umfasst maximal 1 Milliarde Euro. Das übergeordnete Programm sieht Rückkäufe von bis zu 4 Milliarden Euro zur Einziehung der Aktien vor.
Die Umsetzung hat bereits begonnen: Nach Angaben des Unternehmens wurden eigene Aktien zur Einziehung zurückgekauft. Dies geht aus der wöchentlichen Pflichtmitteilung zu den Transaktionen mit eigenen Aktien hervor.
Reuters hatte die Geschäftszahlen und den Rückkauf als unternehmensspezifische Auslöser der Kursbewegung am 29. Oktober genannt.
Elektronikgeschäft stützt die Margenziele
Air Liquide meldete am 29. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 7.259 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Basis entsprach das einem Wachstum von 3 Prozent.
Damit übertraf der Umsatz den von Reuters genannten Vara-Konsens von 7,16 Milliarden Euro. Das Elektronikgeschäft legte um 12 Prozent zu, der Bereich Industrial Merchant um 5,3 Prozent.
Air Liquide führte das starke Elektronikwachstum auf die anhaltende Halbleiternachfrage für künstliche Intelligenz zurück. Zugleich bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick zur Margenverbesserung für 2026 und 2027.
Für 2026 zeigte sich Air Liquide zuversichtlich, die operative Marge um 100 Basispunkte zu verbessern und den wiederkehrenden Nettogewinn bei konstanten Wechselkursen zu steigern.
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