Lanxess zieht die Reißleine. Mit drastischen Preiserhöhungen von bis zu 50 Prozent reagiert der Kölner Chemiekonzern auf den massiven Kostendruck bei Rohstoffen und Logistik. Gleichzeitig belastet eine verzögerte Milliarden-Zahlung aus einem Joint Venture die ohnehin angespannte Bilanz.
Die Preisanpassungen betreffen zentrale Bereiche des Portfolios. Für chemische Zwischenprodukte wie Hexandiol und Trimethylolpropan verlangt Lanxess ab sofort global durchschnittlich 20 Prozent mehr. Bei funktionalen Additiven für die Reifenindustrie fallen die Aufschläge mit bis zu 50 Prozent sogar noch deutlicher aus. Das Management sieht diesen Schritt als betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, um die Lieferfähigkeit in einem schwierigen geopolitischen Umfeld zu sichern.
Rating-Abstufung belastet zusätzlich
Der operative Druck wird durch eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit verschärft. Die Ratingagentur Moody’s senkte die Bonitätseinstufung Anfang März auf „Ba1“. Parallel dazu sorgte der Partner Advent HoldCo für eine Enttäuschung: Der geplante Verkauf der Envalior-Anteile durch Lanxess wird 2026 nicht stattfinden. Die erwarteten Erlöse fließen nun voraussichtlich erst in den Jahren 2027 und 2028.
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An der Börse reagierten die Marktteilnehmer zuletzt mit deutlichen Verkäufen. Die Aktie schloss am Freitag bei 13,28 Euro auf einem neuen 52-Wochen-Tief. Innerhalb der letzten 30 Tage verlor das Papier rund 38 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 24,4 gilt der Titel technisch als massiv überverkauft, was die aktuelle Verunsicherung am Markt unterstreicht.
Fokus auf den 19. März
Um gegenzusteuern, setzt Lanxess auf ein striktes Sparprogramm. Dazu gehören die bereits eingeleiteten Schließungen von Produktionsstandorten im britischen Widnes sowie in Krefeld-Uerdingen. Ab Ende 2027 sollen diese Maßnahmen die jährlichen Kosten permanent um 50 Millionen Euro senken. Die Kombination aus diesen strukturellen Anpassungen und den nun umgesetzten Preiserhöhungen zielt darauf ab, die Margen im Krisenumfeld abzusichern.
Am 19. März 2026 wird der Konzern seine vollständigen Finanzergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 vorlegen. Diese Zahlen werden zeigen, inwieweit die Restrukturierung den negativen Markteinflüssen bereits entgegenwirken konnte.
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