Leggett & Platt Aktie: Anwaltskanzleien prüfen 2,5-Milliarden-Deal

Juristische Prüfung der geplanten Übernahme von Leggett & Platt durch Somnigroup. Anleger erhalten Aktien, Vorstand sieht sich Vorwürfen ausgesetzt.

Redaktion Stock-World ·
Eine abstrakte, atmosphärische Szene, die eine Unternehmensfusion im Fertigungssektor darstellt, mit Fokus auf rechtliche Prüfung und finanzielle Auswirkungen. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Rechtliche Untersuchung der Fusion
  • Aktionäre erhalten Somnigroup-Anteile
  • Hohe Verschuldung beim Käufer
  • Aktie erholt sich deutlich

Die geplante Milliarden-Fusion zwischen Leggett & Platt und Somnigroup International gerät unter juristischen Druck. Mehrere US-Anwaltskanzleien untersuchen nun, ob der vereinbarte Preis für die Aktionäre angemessen ist. Im Kern steht die Frage, ob der Betten-Spezialist unter Wert verkauft wird.

Die Vereinbarung sieht einen reinen Aktientausch vor. Aktionäre erhalten für jedes Papier von Leggett & Platt exakt 0,1455 Anteile von Somnigroup. Nach dem Vollzug halten die bisherigen Eigentümer etwa neun Prozent am neuen Konzern. Das gesamte Transaktionsvolumen liegt bei 2,5 Milliarden Dollar.

Einsparungen treffen auf Schuldenlast

Somnigroup verspricht sich durch den Zusammenschluss jährliche Einsparungen von über 50 Millionen Dollar. Diese Synergien will das Management innerhalb von drei Jahren vollständig heben. Parallel dazu bewegt sich der Käufer in schwierigem Fahrwasser.

Der Konzern kämpft mit einer hohen Verschuldung und volatilen Kursen. Die Integration der 5,1 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Mattress Firm belastet die Bilanz weiterhin. Zudem lastet der Druck im Einzelhandel auf den Margen des Unternehmens.

Technische Warnsignale nach Kursrally

An der Börse löste die Nachricht zuletzt eine Kaufwelle aus. Innerhalb von 30 Tagen kletterte die Aktie um fast 20 Prozent. Zuletzt notierte das Papier bei einem Kurs von 10,15 Euro.

Der Wert liegt damit deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 9,07 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index von 67,4 nähert sich das Papier einer technischen Überhitzung. Die Aktie hat sich derweil massiv von ihrem Jahrestief bei 7,40 Euro erholt.

Kanzleien wie Halper Sadeh prüfen nun, ob der Vorstand seine Pflichten verletzt hat. Sie werfen der Führung vor, keine alternativen Angebote für die Anteilseigner eingeholt zu haben. Der Abschluss des Deals bleibt für Ende 2026 geplant.

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KGV —
KUV 0,32
Sektor Nicht-Basiskonsumgüter
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung —
ISIN: US5246601075 WKN: 883524

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